Köln/Essen,
06
Oktober
2017
|
13:00
Europe/Amsterdam

180 Experten auf Fachtagung der Wasserwirtschaft: „Landschaften mit Ehrfurcht und Bedacht entwickeln“

Austausch zum Thema Tagebauseen im Braunkohlenbergbau

„Künftige Tagebauseen werden das Rheinische Revier für immer prägen.“ Das sagte Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung der RWE Power AG am Donnerstag auf Schloss Paffendorf auf der Fachtagung Wasserwirtschaft im Rheinischen Braunkohlenrevier. „Wir entwickeln diese Landschaften mit Ehrfurcht, Bedacht und all unserem Fachwissen“, so Eyll-Vetter. „Für die weitere Ausgestaltung benötigen wir die Unterstützung von Fachleuten aus Forschung und Wirtschaft, Verbänden und Behörden, die uns dabei begleiten.“

Rund 180 Wasserwirtschaftler kamen am Donnerstag auf Einladung der RWE Power AG auf Schloss Paffendorf zusammen, um sich über die Planung, die Ausgestaltung sowie die ökonomische und ökologische Nutzung von Tagebauseen des Braunkohlenbergbaus auszutauschen.

Das Programm der dritten Fachtagung dieser Art lieferte einen breiten Querschnitt durch eines der großen Themen der Wasserwirtschaft. So beschrieb etwa Dr. Bernd Bucher vom Erftverband, wie ehemalige Tagebauflächen für den Hochwasserrückhalt genutzt werden. Der Leiter der Bezirksdirektion der Bergbehörde in der Bezirksregierung Arnsberg, Werner Grigo, erläuterte den Ablauf von Genehmigungsverfahren am Beispiel des Tagebausees Inden. Jens Bröker, der Geschäftsleiter der Indeland GmbH, gab einen Überblick darüber, wie Tagebauseen und das Seenumfeld dauerhaft regionalwirtschaftlichen Nutzen entfalten können. Professor Holger Schüttrumpf von der RWTH Aachen wies auf Möglichkeiten hin, wie Tagebauseen zur Energiespeicherung bzw. Energierückgewinnung genutzt werden können.

Professor Christian Forkel, Leiter der Wasserwirtschaft der RWE Power betonte: „Die Energiewende erfordert Verlässlichkeit, langfristige Planung und Transparenz. Wir werden auch in Zukunft offen über unsere Arbeit informieren und für Akzeptanz werben. Darin sehen wir die Voraussetzung für einen sachorientierten Dialog, den es braucht, um eine Generationenaufgabe wie diese zu meistern.“