10
November
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

20.000 Euro für sachdienliche Hinweise auf Straftäter ausgesetzt

Ein oder mehrere unbekannte Täter haben vermutlich am Samstagmorgen (05.11.) einen Sabotageanschlag auf eine Freileitung von RWE Power bei Elsdorf verübt. Für sachdienliche Hinweise auf diese Straftat und auf vergleichbare Anschläge der letzten Monate hat RWE Power eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt.

Ein Spaziergänger hatte auf einem Feld bei Elsdorf ein herunterhängendes Kabel bemerkt und den Schaden gemeldet. Es handelt sich dabei um das rund drei Zentimeter starke Erdseil aus der Spitze der 20 bis 25 Meter hohen Freileitung, das erkennbar abgeschnitten worden ist. Das Erdseil dient als Blitzableiter und Überspannungsschutz, führt aber selbst keinen Strom.

Die betroffene 110-kV-Freileitung verbindet das Kraftwerk Niederaußem mit der Schaltanlage Tollhausen. Sie versorgt Betriebseinrichtungen im Einzugsgebiet des Tagebaus Hambach mit Strom. Unterbrechungen der Stromversorgung gab es durch den Anschlag nicht. Mit diesem Anschlag war nicht nur eine erhebliche Sachbeschädigung verbunden. Er hätte auch unbeteiligte Dritte etwa durch das Kappen und Herunterfallen des schweren Seils gefährden können. RWE Power hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Kripo ermittelt.

Im April hatten Saboteure einen Brandanschlag auf die Stromversorgung des Tagebaus Hambach verübt. Ebenfalls im April sägten unbekannte Straftäter einen Freileitungsmast bei Weisweiler (Städteregion Aachen) an.

Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen bestimmt. Personen, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, sind ausgeschlossen. Haben mehrere Personen an der Aufklärung der Straftat entscheidend mitgewirkt, wird die Belohnung nach dem Verhältnis der Mitwirkung gezahlt. Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtswegs entschieden.