Essen,
14
November
2018
|
07:00
Europe/Amsterdam

RWE mit planmäßiger Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen 2018

RWE AG

Newsfacts:
  • Bereinigtes EBITDA für „RWE stand-alone“ erreicht 1,3 Mrd. €, bereinigtes Nettoergebnis 645 Mio. €
  • Prognose und Dividendenausblick für 2018 bekräftigt
  • Transaktion mit E.ON schreitet voran: Gemeinsame Teams bereiten Integration der Erneuerbaren in RWE-Gruppe vor
Dr. Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG
"Mit der Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2018 sind wir sehr zufrieden: Das Ergebnis unseres Kerngeschäfts entwickelt sich planmäßig. Wir werden unsere operativen Ziele für das Jahr erreichen und können die angestrebte Erhöhung der ordentlichen Dividende auf 70 Cent bestätigen.“
Dr. Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG

Das operative Geschäft von RWE verlief in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2018 planmäßig. Prognose und Dividendenausblick werden unverändert bestätigt.

Für „RWE stand-alone“ wurde von Januar bis September ein bereinigtes EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1,3 Mrd. € erzielt (Vorjahreszeitraum: 1,7 Mrd. €). Das bereinigte Nettoergebnis erreichte 645 Mio. €; nach den ersten drei Quartalen 2017 waren es 930 Mio. €. Für das Gesamtjahr erwartet RWE weiterhin ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,4 und 1,7 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis zwischen 500 und 800 Mio. €. Angesichts des planmäßigen Geschäftsverlaufs und einer sich mittelfristig verbessernden Ergebnisperspektive bekräftigt das Unternehmen den Dividendenausblick. Die ordentliche Dividende für 2018 soll von 0,50 € auf 0,70 € steigen.

Transaktion mit E.ON schreitet gut voran

Die Transaktion mit E.ON verläuft planmäßig. Aktuell arbeiten RWE, E.ON und innogy intensiv daran, die Fusionskontrollverfahren so rasch wie möglich zu durchlaufen. Die Freigabe der Kartellbehörden wird unverändert für Sommer 2019 erwartet. Zügig im Anschluss soll die gesamte Transaktion abgeschlossen werden. Gleichzeitig haben gemeinsame Integrationsteams damit begonnen, die Einbindung des Erneuerbaren-Geschäfts in dieRWE-Gruppe vorzubereiten. Mit der Transaktion hat RWE wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Das Unternehmen wird zum zweitgrößten Offshore-Windpark-Betreiber und zur Nummer 3 bei den Erneuerbaren Energien in Europa.

Die Veränderung von RWE machen zwei Kennzahlen besonders deutlich: Nach Vollzug des Geschäfts werden die Erneuerbaren Energien rund 60 % zum EBITDA des Konzerns beitragen, 20 % kommen aus der konventionellen Erzeugung, 10 % aus dem Handelsgeschäft und 10 % aus Finanzanlagen. 60 % des Erzeugungsportfolios werden dann Strom mit nur geringen oder gar keinen CO2-Emissionen liefern.

Segment Braunkohle & Kernenergie: Erwarteter Ergebnisrückgang

Das bereinigte EBITDA im Segment Braunkohle & Kernenergie ging in den ersten neun Monaten 2018 auf 240 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 551 Mio. €) zurück. Hauptgrund dafür waren die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Margen. Hinzu kam eine geringere Stromproduktion, maßgeblich bedingt durch die Stilllegung des Kernkraftwerks Gundremmingen Block B Ende 2017. Das laufende Kostensenkungsprogramm konnte diese erwarteten Rückgänge teilweise ausgleichen. Für das Gesamtjahr geht RWE unverändert von einem bereinigten EBITDA zwischen 350 und 450 Mio. € aus.

Segment Europäische Stromerzeugung: Operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau

Im Segment Europäische Stromerzeugung lag das bereinigte EBITDA mit 234 Mio. € ebenfalls unter dem Vorjahreswert (324 Mio. €). Dieser enthielt noch Einmalerträge aus Grundstücksverkäufen, die nun weggefallen sind. Außerdem verringerten sich die Kraftwerksmargen. Dem standen zusätzliche Erträge aus dem britischen Kapazitätsmarkt gegenüber. Für 2018 erwartet RWE für das Segment nach wie vor ein EBITDA zwischen 300 und 400 Mio. €.

Segment Energiehandel: Nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahrs

Das Segment Energiehandel liegt nach einem erfreulichen 3. Quartal nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahrs. Das bereinigte EBITDA erreichte 183 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 201 Mio. €). Im Gesamtjahr plant RWE weiter mit einem Ergebnis zwischen 100 und 300 Mio. €.

innogy: Dividendenzufluss wie 2017

Von der Finanzbeteiligung innogy SE hat RWE im Mai eine Dividende in Höhe von 683 Mio. € erhalten. Dieser Betrag entspricht der Dividende des Vorjahres. Details zur Ertragslage hat innogy anlässlich der Berichterstattung für die ersten neun Monate am 13. November veröffentlicht.

Nettoverschuldung sinkt deutlichDie unmittelbar RWE zurechenbaren Nettoschulden lagen zum 30. September 2018 bei 2,1 Mrd. € und damit um rund 2,4 Mrd. € niedriger als zum 31.12.2017.

Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen sind hier zu finden:

  • Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2018

  • Eckdaten zum 1. - 3. Quartal 2018

  • Rede zur Quartalspressekonferenz

  • Chartpräsentation zur Investoren- und Analysten-Telefonkonferenz

  • Videointerview mit Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG

Hinweis zur geänderten Finanzberichterstattung

Die Darstellung der Finanzbeteiligung innogy als vollkonsolidierte Gesellschaft im Konzernabschluss entfällt seit Mitte 2018. Das Segment heißt künftig „Fortgeführte innogy Aktivitäten“. Es enthält nur noch die Teile des Unternehmens, die langfristig im RWE-Konzern verbleiben. Dies betrifft das Erneuerbaren-Geschäft, die Gasspeicher sowie die Beteiligung an der österreichischen Kelag. Die übrigen Teile von innogy, die auf E.ON übergehen, werden bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ klassifiziert. Nicht enthalten sind im aktuellen Konzernabschluss das Geschäft des Bereichs Erneuerbare Energien von E.ON als auch die Dividende, die RWE aus der künftigen Beteiligung an E.ON zufließen wird. Die Minderheitsanteile an den Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland, die RWE von E.ON übernehmen wird, sind ebenfalls nicht abgebildet.

Aufgrund der Transaktion mit E.ON hat RWE die Finanzberichterstattung für den Konzern gemäß der Internationalen Standards für Rechnungslegung (IFRS) zum Halbjahr 2018 angepasst. Aufgrund dieser Umstellung sind die konsolidierten Kennzahlen für den RWE Konzern nur noch begrenzt aussagefähig. Der Fokus liegt daher auf den Kennzahlen von „RWE stand-alone“. Sie umfassen die Kerngeschäftsfelder Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung und Energiehandel zuzüglich der innogy-Dividende. Diese Kennzahlen nutzt das Unternehmen zur Steuerung des operativen Geschäfts und zur Festlegung der Dividende für seine Aktionäre.

download

Downloads