Essen,
20
April
2018
|
15:37
Europe/Amsterdam

RWE Nuclear GmbH

30 Jahre am Netz: Das Kernkraftwerk Emsland feiert Geburtstag

  • Bislang erzeugte Strommenge würde reichen, die Welt eine Woche zu versorgen

  • KKE sieht sich weiterhin als starker Partner der Energiewende

Das Kernkraftwerk Emsland (KKE) feiert Geburtstag: Vor genau 30 Jahren synchronisierte sich das KKE erstmals mit dem Netz und begann damit, Strom einzuspeisen.

Das KKE erzeugt eine Leistung von über 1.400 MW. Damit hat die Anlage bislang rund 339 Milliarden kWh Strom produziert. Diese Menge würde ausreichen, um die gesamte Welt mehr als eine Woche lang mit elektrischer Energie zu versorgen, die Bundesrepublik Deutschland für 222 Tage oder die Stadt Lingen für 886 Jahre.

Mit einer Verfügbarkeit von knapp 94 Prozent gehört die Anlage zu den zuverlässigsten Kernkraftwerken weltweit. Seit ihrer Inbetriebnahme lief sie mehr als 10.300 Tage im Leistungsbetrieb. Die übrige Zeit entfiel im Wesentlichen auf die jährlich stattfindenden Revisionen. Dabei wird die Anlage immer wieder bis ins kleinste Detail überprüft. Außerdem werden Routinearbeiten vorgenommen und bei Bedarf Bauteile sowie Brennelemente ausgetauscht.

Wolfgang Kahlert, seit Ende 2017 Leiter des KKE, sagt: „Wir sehen uns weiterhin als starker Partner der Energiewende. Unsere Anlage erzeugt sauber, sicher und CO2-frei Strom. Zugleich helfen wir, die schwankende Stromeinspeisung aus Wind und Sonne auszugleichen.“

Das KKE kann seine Leistung flexibel bis zum Mindestlastpunkt reduzieren und schnell wieder auf volle Leistung gehen, sobald Erneuerbare Energien nicht ausreichend verfügbar sind. Mit dieser flexiblen Fahrweise trägt das KKE zur Netzstabilität und zur Versorgungssicherheit in der Region bei.

Erbaut wurde das KKE zwischen 1982 und 1988 von der Firma Kraftwerksunion (KWU). Bauzeit und Budget wurden damals voll eingehalten – angesichts der Größe des Bauprojekts keine Selbstverständlichkeit. Am Bau der Kraftwerksanlage waren zahlreiche regionale Firmen beteiligt. Den Auftrag zur Errichtung erteilte die damalige Betreibergesellschaft VEW, die im Jahr 2000 mit der RWE fusionierte.

Der Leistungsbetrieb des Kernkraftwerks Emsland wird zum 31. Dezember 2022 enden. Schon heute planen Mitarbeiter die langfristigen Herausforderungen des Kraftwerkrückbaus von morgen. Doch der Energiestandort Lingen wird für die Region strategisch wichtig bleiben, ist sich Wolfgang Kahlert sicher: „Der Netz-Knotenpunkt in Hanekenfähr wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Einspeisung und der Weiterverteilung von elektrischer Energie einnehmen.“