Köln,
05
November
2017
|
17:17
Europe/Amsterdam

Aktionen im Vorfeld der Klimakonferenz durch widerrechtliches Eindringen in Tagebau geprägt

Proteste ohne Auswirkungen auf die Stromversorgung

RWE Power ist erleichtert, dass bei den heutigen Protestaktionen am Tagebau Hambach offensichtlich niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Das ist vor allem dem professionellen und umsichtigen Einsatz der öffentlichen Stellen zu verdanken. RWE hat einzelne Bagger und Bandanlagen stillgesetzt, um eine Gefährdung der Eindringlinge zu minimieren. Auswirkungen auf die Stromproduktion hatten die Aktionen nicht. Sowohl vor als auch während der Proteste waren zahlreiche betriebliche Maßnahmen getroffen worden, um auf die Risiken aufmerksam zu machen, die mit einem widerrechtlichen Betreten des Betriebsgeländes verbunden sind.

RWE Power respektiert, dass Menschen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen. Aber es ist nicht akzeptabel, dass Aktivisten sich und andere durch ihre Aktionen in Lebensgefahr gebracht haben. RWE Power hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass strafbare Handlungen konsequent straf- und zivilrechtlich verfolgt werden.

In der öffentlichen Debatte über Energiepolitik und Klimaschutz sollte es nicht nur um Symbole gehen. Die heimische Braunkohle hat einen Anteil von rund 25 Prozent an der deutschen Stromerzeugung. Sie trägt damit entscheidend zur Versorgungssicherheit des Landes bei. Versorgungssicherheit wird angesichts einer Vielzahl von Kraftwerksstilllegungen und dem Kernenergieausstieg bis 2023 immer wichtiger.

Zudem ist die Braunkohle ein verlässlicher Partner der Energiewende: Zum einen unterstützen die flexiblen Braunkohlenkraftwerke die Erneuerbaren Energien, deren Stromproduktion volatil ist und eben nicht jederzeit zur Verfügung steht. Zum anderen verfolgt RWE einen klaren Fahrplan zur Minderung der CO2-Emissionen, der voll auf die europäischen Klimaschutzziele einzahlt. Anfang Oktober sind die ersten Braunkohlenblöcke abgeschaltet und in die Sicherheitsbereitschaft überführt worden. Bis 2030 wird die Reduktion des Kohlendioxid­ausstoßes aus der rheinischen Braunkohle um bis zu 50 Prozent zurück gehen. WeitereCO2-Minderungen ergeben sich danach durch das Auslaufen der Tagebaue Hambach und Garzweiler bis zur Mitte des Jahrhunderts. Es gibt kaum einen anderen Sektor, der mit einem so klaren CO2-Minderungsfahrplan zugesagt hat, seine Emissionen konsequent zu vermindern.