Lingen,
16
März
2018
|
18:37
Europe/Amsterdam

Aktuelle Informationen der Kraftwerke Lingen (01/2018)

Betriebsbericht Nr. 1 / 2018 über den Zeitraum 01.01.2018 – 15.03.2018

Personalien

Hartmut Frank übernimmt Leitung des Erdgaskraftwerks Emsland

Seit dem 01.03.2018 stehen das Erdgaskraftwerk Emsland in Lingen und das Steinkohlekraftwerk in Ibbenbüren unter einer gemeinsamen Führung: Der Leiter des Steinkohlekraftwerks, Hartmut Frank, verantwortet seit dem 1. März auch das Lingener Erdgaskraftwerk. Mit dieser Personalunion nutzt RWE Generation Synergien zwischen den knapp 40 Kilometer voneinander entfernten Standorten. Frank wird in Lingen und in Ibbenbüren gleichermaßen präsent sein. Indem das Unternehmen Zuständigkeiten in allen betrieblichen Bereichen bündelt, setzt es die Kostensenkung im Kraftwerksbetrieb konsequent fort.

Dr. Hans-Peter Flicke, der das Erdgaskraftwerk Emsland bislang geleitet hat, nimmt neue Aufgaben bei RWE wahr. „Hans-Peter Flicke hat den Standort engagiert und erfolgreich durch diese stromwirtschaftlich sehr schwierige Phase geführt. Dafür danken wir ihm sehr", erklärt Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation SE. „Wir freuen uns, in Hartmut Frank einen Fachmann für die Leitung des Kraftwerks gewonnen zu haben, der die Belange der konventionellen Stromerzeugung, des Standorts und der Region ebenfalls bestens kennt."
Pressemitteilung

 

Vereinbarung

E.ON und RWE fokussieren ihre Aktivitäten

Am 13. März ging es durch alle Medien: RWE und E.ON haben einen weitreichenden Tausch von Vermögenswerten und Geschäftsbereichen vereinbart. Dazu gehört auch die Übertragung der bisher durch die E.ON-Tochter PreussenElektra gehaltene Anteil von 12,5 Prozent an der Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH (KLE) auf RWE.Wir werden Sie hierzu auf dem Laufenden halten.

Ausführliche Informationen zu der Transaktion finden Sie hier.

 

Anlagenstatus und Stromproduktion

Kernkraftwerk Emsland

Das Kernkraftwerk Emsland (KKE) wurde in der Zeit vom 1. bis 31. Januar 2018 überwiegend mit Volllast eingesetzt. Im Berichtszeitraum wurden 1,011 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom produziert. Diese Strommenge reicht aus, um etwa 289.000 Haushalte mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 kWh ein Jahr lang zuverlässig und CO2-frei mit Strom zu versorgen.

Zum Jahreswechsel zeigte sich erneut, wie wichtig das Kernkraftwerk Lingen als flexibler Partner der erneuerbaren Energien in der Region ist. Stürme sorgten im Januar immer wieder für stark schwankende Stromeinspeisungen aus Windkraftanlagen. Zu Jahresbeginn war zeitgleich aufgrund der Feiertage und der damit einhergehenden Urlaubszeit ein niedriger Stromverbrauch zu verzeichnen. Mit der Fähigkeit, seine Leistung innerhalb kürzester Zeit kontrolliert abzusenken oder auch wieder anzufahren, trug das Kernkraftwerk Emsland maßgeblich zur Stabilität im Stromnetz der Region bei.

In der Zeit vom 1. bis zum 28. Februar 2018 wurde das KKE ebenfalls überwiegend mit Volllast eingesetzt. Im Berichtszeitraum wurden 0,952 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom produziert. Seit Jahresanfang sind damit 1,963 Milliarden kWh erzeugt worden. Etwa 560.000 Haushalte mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden können mit dieser Strommenge ein Jahr lang zuverlässig und CO2-frei mit Strom zu versorgen.

Aktuelle Angaben zum Einsatz des Kraftwerks sind im Internet auf der RWE Transparenzseite einzusehen: www.rwe.com/transparenz.

 

Anlagenstatus und Stromproduktion

Erdgaskraftwerk Emsland

Die Blöcke des Erdgaskraftwerks Emsland wurden im Januar entsprechend der aktuellen Marktsituation zur Stromproduktion eingesetzt.

Die GuD-Anlage kam im Januar auf zehn Betriebstage, in diesem Zeitraum wurde der Block siebenmal angefahren. Tagsüber wurde der Block in Volllast betrieben, in den Nächten auf Schwachlast zurückgesetzt. Die Gasturbinen der Kombiblöcke wurden jeweils elfmal (Blöcke B & C) angefahren. Die Blöcke wurden nur tagsüber betrieben (teilweise auch nur für wenige Stunden) und lediglich im Schwachlastpunkt eingesetzt.

Da der Januar im Gegensatz zur „Dunkelflaute" Ende Januar 2017 sehr windreich und überdurchschnittlich warm ausfiel, erzeugte das Erdgaskraftwerk Emsland im Januar 2018 nur etwa 28 % der Strommenge des Vorjahresmonats.

Im Februar 2018 konnten die Kombiblöcke des Erdgaskraftwerks Emsland ihre Startanzahl im Vergleich zum Vormonat erhöhen. Block B kam auf insgesamt 14 Starts. Für den Block C der Anlage waren es in Summe 16 Starts. Die GuD-Anlage (Block D) wurde im gesamten Monat lediglich sechsmal angefahren. Da ab Mitte Februar der Preis für Erdgas durch die kalte Wetterlage teilweise sehr stark angestiegen ist, sind alle Blöcke durch die damit verbundenen hohen Arbeitspreise unter Kostendruck gekommen und wenig betrieben worden.

Aktuelle Angaben zum Einsatz des Kraftwerks sind im Internet auf der RWE Transparenzseite einzusehen: www.rwe.com/transparenz.

 

Vorkommnisse

Befund an Ventilmembranen

Bei der Überprüfung von Membranventilen im Anlagenentwässerungssystem des Kernkraftwerks Emsland (KKE) haben Mitarbeiter Oberflächenabtragungen an drei Gummimembranen festgestellt. Die betroffenen Membranen wurden ausgetauscht.
Pressemitteilung

 

Ausbildungsbetrieb

Azubis nach Prüfungserfolg übernommen

Das Team des Kernkraftwerks Emsland gratuliert Tim Niehof und Daniel Balzer zur bestandenen Abschlussprüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik.

Tim Niehof schloss mit der Endnote 1 sogar als Prüfungsbester im Industrie- und Handelskammerbereich Grafschaft Bentheim ab.

Am 31.01.2018 wurden die beiden feierlich losgesprochen. Der Leiter des Kernkraftwerks Emsland, Wolfgang Kahlert, ist stolz auf den Lingener Kraftwerksnachwuchs: „Die Leistungen der beiden bestätigen die Qualität unseres Ausbildungskonzeptes in Lingen mit eigener Ausbildungswerkstatt. Wir freuen uns sehr, Herrn Niehof und Herrn Balzer nach bestandener Prüfung am Kraftwerks-standort übernehmen zu können."

Ausbildungsleiter Norbert Bültel verabschiedet die jungen Männer ins Berufsleben: „Ich bin sehr stolz auf die Beiden und wünsche ihnen viel Erfolg."
Pressemitteilung

 

Aus dem Konzern

Die RWE Nuclear GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2018 die Kernenergiesparte

In der RWE Nuclear GmbH ist seit Anfang 2018 die gesamte Kernenergiesparte des RWE Konzerns gebündelt. Hierzu wurde der Erzeugungsbereich Kernkraft der RWE Power mit seinen Anlagen und Beteiligungen sowie den Beschäftigten in die neue Gesellschaft überführt.

Als Vorstand der RWE Power und Geschäftsführer der neuen RWE Nuclear GmbH verantwortet jetzt Nikolaus Valerius alle Aktivitäten in der Kernenergie. Valerius ist Lingen eng verbunden: Als langjähriger Leiter des Erdgaskraftwerks Emsland und Spartenleiter der Steinkohle- Gas und Biomassekraftwerke in Zentraleuropa war er bereits für Lingen zuständig.

Die notwendige Veränderung im Konzern erfolgt vor dem Hintergrund, dass mit dem anstehenden Rückbau der Anlagen in den kommenden Jahren an den Kernenergiestandorten zum sicheren Betrieb der Kraftwerke ein neues Tätigkeitsfeld hinzukommt. Unabhängig von den rechtlichen Gesellschaften nutzt RWE Synergien und steuert die Aktivitäten vor Ort so, dass alle Mitarbeiter effizient zusammenarbeiten

Zurzeit stellen die zwei noch in Betrieb befindlichen Kraftwerksblöcke in Lingen und Gundremmingen eine zuverlässige und CO2-freie Stromerzeugungskapazität von rund 2.600 Megawatt bereit.
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