Mülheim-Kärlich,
30
März
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Anlage Mülheim-Kärlich: Rückbau von Gebäuden im westlichen Bereich beginnt

In den kommenden Wochen und Monaten werden auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerkes Mülheim-Kärlich die ersten Gebäude verschwinden. Damit wird der seit 2004 laufende Rückbau des Kraftwerks auch außen sichtbar werden.

Im westlichen Bereich der Anlage stehen die Gebäude der ehemaligen Kühlturm-Zusatzwasser-Aufbereitung sowie das ehemalige Notstandsgebäude zum Abriss an. Beide Gebäudekomplexe waren Teil des konventionellen Kraftwerksbereiches und sind nicht mit Radioaktivität in Kontakt gekommen.

Seit einigen Tagen ist das beauftragte Fachunternehmen dabei, die Baustelle einzurichten. Sobald die erforderliche Infrastruktur geschaffen ist, werden die Entkernungs- und Abrissarbeiten beginnen. Geplant sind die Arbeiten bis August 2017.

Zur ehemaligen Wasseraufbereitung gehören fünf sehr unterschiedliche Gebäude und drei Zirkulatoren im Außenbereich. Diese Einrichtungen dienten ehemals dazu, das entnommene Rheinwasser so aufzubereiten, dass es im Kühlturmkreislauf genutzt werden konnte. Die Gebäude werden jetzt zuerst entkernt, bevor die Betonstrukturen abgebrochen werden können.

Das ehemalige Notstandsgebäude ist bereits seit etlichen Jahren komplett leergeräumt. Im Notstandsgebäude wurde früher eine zweite Schaltwarte vorgehalten, von der aus das Kraftwerk im Bedarfsfall hätte gesteuert werden können. Hier besteht die Herausforderung beim Abriss darin, die zum Teil sehr massiven Betonstrukturen zu zerkleinern.

Das beauftragte Abbruchunternehmen wird mit durchschnittlich neun Mitarbeitern vor Ort sein, um rund 400 Tonnen Stahl und rund 40000 Tonnen Beton zu beseitigen. Die Arbeitssicherheit wird dabei besonders im Fokus stehen. Während der Arbeiten, die tagsüber stattfinden, kann es gelegentlich zu Lärmimmissionen kommen, die auch in dem angrenzenden Teil von Weißenthurm zu hören sein werden.

Der Rückbau der ehemaligen Wasseraufbereitung dient der Vorbereitung des geplanten Kühlturmabrisses. Mit Fertigstellung der Maßnahmen werden die insgesamt 29 Hektar Grundstücksfläche zum Kauf angeboten.