Mülheim-Kärlich,
12
April
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Anlage Mülheim-Kärlich: Verkauf einer ersten Teilfläche

RWE Power hat am Standort Mülheim-Kärlich eine erste Teilfläche des ehemaligen Kernkraftwerksgeländes verkauft und damit den Weg für eine Neuansiedelung geebnet. Das rund 30.000 m² große, separate Grundstück befindet sich ca. 300 m vom eigentlichen Kraftwerksgelände entfernt in Richtung Urmitz.

Käufer der Fläche ist die Firma IPLAS aus Troisdorf. IPLAS wird ihren Produktionsbetrieb komplett nach Mülheim-Kärlich verlegen. Mit IPLAS wird sich ein innovatives Unternehmen in Mülheim-Kärlich ansiedeln, das Sonderanlagen für spezielle Beschichtungen, vergleichbar mit Halbleiterbeschichtungen, produziert und wartet.

„Der neue Standort bietet uns hervorragende Randbedingungen und die Möglichkeit einer deutlichen Erweiterung der Kapazität für den Anlagenbau und aufwändige Teststände für die Qualitätsprüfung,“ begründet Dr. Hildegard Sung-Spitzl von IPLAS ihre Investitionsentscheidung. Mitte des Jahres sollen die Arbeiten für die neuen Gebäude beginnen, langfristig werden dann Arbeitsplätze im mittleren zweistelligen Bereich entstehen.

„Mit der Ansiedelung von IPLAS zeigt RWE Power, dass wir uns auch nach der Beendigung der betrieblichen Nutzung für die Fortentwicklung in der Region verantwortlich fühlen,“ so Dr. Thomas Volmar, Leiter der Anlage Mülheim-Kärlich.

Bürgermeister Georg Hollmann und Stadtbürgermeister Uli Klöckner zeigten sich ebenfalls sehr erfreut darüber, dass das Unternehmen sich für den Standort Mülheim-Kärlich entschieden hat. „Wir wünschen IPLAS und dem gesamten Team viel Erfolg auf ihrem Geschäftsweg auf neuem Terrain. Das Kraftwerksgelände ist ein Filetstück unter den Gewerbeflächen. Wir sind guten Mutes, dass viele weitere Unternehmen dem Beispiel der Firma IPLAS folgen und in der Verbandsgemeinde Weißenthurm investieren werden“, so Bürgermeister Georg Hollmann.

Während der Bauphase des Kraftwerks standen auf der jetzt veräußerten Fläche Baubaracken, die nach dem Bau - bis auf eine - abgerissen wurden. In späteren Jahren nutzte die Betriebssportgemeinschaft des ehemaligen Kernkraftwerks die Fläche für sportliche Aktivitäten.

Weitere 120.000 m² freie Fläche des ehemaligen Kraftwerksgeländes können auf Grundlage der seit Juli 2016 gültigen Bebauungspläne ebenfalls kurzfristig bebaut werden, die restlichen 170.000 m² stehen nach Abriss von mehreren Gebäuden ab ca. Mitte 2018 für eine Nachnutzung zur Verfügung.