15
Februar
2015
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00:00
Europe/Amsterdam

Baustoff aus Brennstoff: Kraftwerksgranulat des Standorts Ibbenbüren der RWE Generation dient als wertvolles Produkt

Bauindustrie und Landschaftsgärtner setzen jährlich rund 150.000 Tonnen Granulat vom Kraftwerk auf dem Schafberg ein

Die Kraftwerke der RWE Generation sind den meisten Menschen im Alltag näher, als sie denken – zum Beispiel, wenn sie auf der Autobahn zur Arbeit fahren oder durch neu angelegte Gärten und Parks spazieren gehen: So genanntes Granulat aus der Steinkohlen-Stromerzeugung ist ein wertvoller Baustoff. „RWE vermarktet allein in Deutschland jährlich rund 180.000 Tonnen dieses Kraftwerkstoffes“, berichtet Stefan Egyptien von der RWE Supply & Trading in Essen. Das Granulat entsteht in den Großkraftwerken durch die eingeschmolzene Asche in der Verbrennung, so auch im Kraftwerk Ibbenbüren. Das Granulat aus der 838-Megawatt-Anlage ist keineswegs ein Abfallstoff der Stromerzeugung, sondern ein sogar güteüberwachtes (Neben-)Produkt. 

Seit Jahrzehnten wird in Deutschland Granulat in der Bauindustrie, im Landschaftsbau und auch in der Strahlmittelindustrie eingesetzt. Etwa eine Million Tonnen Granulat werden mittlerweile auf diese Weise jedes Jahr deutschlandweit genutzt. Das körnige schwarze Granulat gelangt mit LKW, Schiffen oder per Bahn zu den Kunden in der Bauindustrie: Meist sind das Baustoffhändler, Asphalt-Mischanlagen oder sogar Großbaustellen in der Region um das jeweilige Kraftwerk. „Die Anlage in Ibbenbüren setzt jährlich rund 150.000 Tonnen Granulat als Nebenprodukt aus dem Kraftwerksprozess ab“, so Standortleiter Hartmut Frank. 

„RWE stellt diesen Bauwertstoff dem Wirtschaftskreislauf ganzjährig und bedarfsgerecht zur Verfügung, fördert so den Recyclinggedanken, spart knappes Deponievolumen und gleichzeitig Kosten“, erklärt Egyptien. Das Granulat findet nicht nur bei der Entwässerung Anwendung, sondern oft auch im Unterbau und im Straßenbelag oder wird als Strahlmittel zur Säuberung von Industrieanlagen eingesetzt – Eine Win-win-Situation, denn auch die Anwender haben ihren Vorteil, das Granulat ist ein willkommenes Material. 

Neben dem technischen Nutzen kommt der Einsatz von Granulat auch der Umwelt und dem Klimaschutz zu Gute. Er spart natürliche und immer knapper werdende Ressourcen wie Kies ein – in aller Regel also bergbaulich zu gewinnende Rohstoffe. Diese müssen zudem oft noch mit hohem Energieaufwand gewonnen und weiterverarbeitet werden. Im Weiteren vermeidet Granulat als CO2-neutraler Baustoff die Erzeugung von weiterem CO2.