21
September
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

„Bergschadenssituation im rheinischen Revier ist seit Jahren gleichbleibend“

200 Fachleute beim Bergschadensforum in Bergheim; RWE Power erwartet keine neuen Problembereiche

„Eine fachlich einwandfreie Ursachenaufklärung allein reicht oft nicht, um bei den betroffenen Hausbesitzern Akzeptanz zu erzielen. Ihre Verunsicherung können wir nur beseitigen, wenn sie merken, dass alle Beteiligten das Anliegen ernst, aufmerksam und individuell behandeln. Erst das schafft Vertrauen.“ Der zuständige RWE Power-Spartenleiter Michael Eyll-Vetter warb beim Bergschadensforum 2016 heute für ein Höchstmaß an Transparenz und Kommunikation in der Fallbearbeitung. Rund 150 Fachleute aus Behörden, Kommunen, Wissenschaft, Interessen-vertretungen und Unternehmen nahmen im Bergheimer „Medio.Rhein.Erft“ an dem Forum teil.

Die Bergschadenssituation im rheinischen Revier ist seit Jahren insgesamt gleichbleibend. Neue Schäden sind auf Einzelfälle beschränkt. Markus Poths, Leiter der Abteilung Bergschäden bei RWE Power: „Das ist erklärlich: Die großflächige Grundwasserabsenkung wirkt schon seit Jahrzehnten. Ebenso lange wirkt sie sich auf tektonische Störungen oder Auebereiche aus, wo Bergschäden vorkommen können. Neue Problembereiche erwarten wir deshalb nicht mehr.“

Um 553 so genannte Wiederholungsmeldungen haben sich die RWE-Experten im vergangenen Jahr gekümmert. Poths dazu: „Das waren ganz überwiegend bekannte ältere Bergschäden, die wiederholt reguliert werden müssen.“ Die unabhängige Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW wurde im vergangenen Jahr in acht Fällen angerufen.

„Intensive Fachdiskussionen und die konsequente Vertiefung der Bergschadenskunde: Das unterstützt uns bei der fundierten Beurteilung sowohl von Einzelfällen als auch von generellen Sachverhalten“, erklärte Poths. In diesem Verständnis hatte RWE Power bereits zum vierten Mal die Fachwelt zum Bergschadensforum eingeladen. Auf der Themenliste standen diesmal unter anderem der Bürgerinformationsdienst Braunkohle des Landes NRW, der Grundwasser-Wiederanstieg und die Sanierung von Bergschäden an Entwässerungsbauwerken.