22
Juni
2015
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00:00
Europe/Amsterdam

Braunkohlenausschuss beschließt Aufstellung des Braunkohlenplans für dritten Umsiedlungsabschnitt Garzweiler

Der Braunkohlenausschuss der Bezirksregierung Köln hat die sogenannte „Aufstellung“ des Braunkohlenplans verabschiedet.

Damit ist die Grundlage für eine baldige Genehmigung des Braunkohlenplans durch die Landesregierung geschaffen. Dieses Verfahren enthält den dritten Umsiedlungsabschnitt im Bereich des Tagebaus Garzweiler, dessen Braunkohle dann bis 2030 gewonnen werden soll. Für die Zeit danach bereitet die Landesregierung in einem separaten Prozess derzeit eine neue Leitentscheidung vor.

Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation sagt dazu: „Die heutige Entscheidung ist außerordentlich wichtig für die Zukunft des Rheinischen Braunkohlenreviers. RWE Power hat sich während der gesamten Vorbereitung konstruktiv in die Gespräche eingebracht. Mein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten, die das Verfahren so erfolgreich begleitet haben.“

Der dritte Umsiedlungsabschnitt umfasst die Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unterund Oberwestrich sowie Berverath. Lars Kulik, Leiter Braunkohlenplanung und -ausrichtung bei RWE Generation, begrüßt diese Entscheidung: „Der Aufstellungsbeschluss schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten: Für die Umsiedler, für die Betriebe und ihre Mitarbeiter und für die ganze Region. Nach langen Jahren der Vorbereitung ist dies ein wichtiger Meilenstein, der die Zukunft der Region sichert.“ Der Braunkohlenplan enthält die Rahmenregelungen für die Umsiedlung der genannten Ortschaften und stellt die Sozialverträglichkeit der Umsiedlung sicher.

Dazu gehört natürlich auch die frühzeitige enge Einbeziehung der Umsiedler und gute Planung. Lars Kulik freut sich: „Die Vorbereitungen laufen planmäßig, die Kooperation mit den Umsiedlern ist sehr konstruktiv. Bereits Ende 2016 können so erste baureife Grundstücke am Umsiedlungsstandort Erkelenz-Nord zur Verfügung gestellt werden.“ Der Braunkohlenplan wird nun der Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt. Eine finale Entscheidung wird für Herbst 2015 erwartet.