02
April
2015
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00:00
Europe/Amsterdam

Eine Milliarde Tonnen Braunkohle aus Hambach: Förderjubiläum mit Bagger 289 erreicht

Die Menge hätte zur Stromversorgung aller 40 Millionen Haushalte in Deutschland für rund fünfeinhalb Jahre ausgereicht.

Der Tagebau Hambach hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1978 eine Milliarde Tonne Braunkohle gefördert. Mit Bagger 289 erreichte Großgeräteführer Karl-Heinz Horstmannshof den Meilenstein auf der siebten Sohle des Tagebaus. Stellvertretend für die ganze Schicht erhielt er von Tagebauleiter Thomas Körber eine Urkunde und ein kleines Präsent zum ungewöhnlichen Jubiläum. Dass die exakt milliardste Tonne übers Förderband bereits Anfang Januar übers Förderband lief, hat die jetzt vorliegende Sonderauswertung der betrieblichen Massenbilanz des 1. Quartals ergeben. Das war rund 31 Jahre nach dem Aufschluss des Tagebaus, wie die Bergleute den Start des Förderbetriebs nennen.

Mit der zur Verstromung bestimmten Braunkohle hätten rein rechnerisch alle 40 Millionen Haushalte in Deutschland rund fünfeinhalb Jahre mit Strom versorgt werden können. Tatsächlich wurde und wird die hochwertige Kohle aus Hambach auch für die Veredlung zu festen Brennstoffen und Filterkoks verwendet. Im vergangenen Jahr förderte der Tagebau 41 Millionen Tonnen des Energierohstoffs und deckte damit rund 5 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs. Die Braunkohle hat einen hohen Heizwert und ist schwefelarm.

„Ich gratuliere der Mannschaft des Tagebaus Hambach. Sie hat mit ihrer Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Stromversorgung geleistet“, erklärt RWE Power-Vorstandsmitglied Ulrich Hartmann. „Der Tagebau Hambach ist ein Energiezentrum Deutschlands. Nicht nur wegen seiner Förderleistung, sondern auch wegen der Erfahrung und der Tatkraft der über 1.300 Kolleginnen und Kollegen.“ 

Hartmann dankt nicht nur der Belegschaft, sondern auch den Wegbegleitern des Tagebaus Hambach in Behörden, parlamentarischen Gremien und in den Orten rings um den Betrieb. „Ohne die kritisch-konstruktive Nachbarschaft und ohne den fairen Dialog zwischen Region und Unternehmen wären der Tagebau und damit auch die Arbeit der Bergleute für die Sicherung der Energieversorgung nicht möglich. Das gilt bis heute und wird auch in den kommenden drei Jahrzehnten, die der Tagebau läuft, so sein,“ ergänzt Tagebauleiter Thomas Körber.