Köln,
27
Juni
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Einzelne Bestände von Raupen befallen

Die Förster von RWE Power haben in einzelnen Beständen auf der Sophienhöhe Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Spaziergänger und Wanderer werden gebeten, sich von den Nestern fernzuhalten. Denn die Brennhärchen der Raupen setzen bei Berührung ein Nesselgift frei, das allergische Reaktionen auslöst. Diese reichen von Jucken und Entzündungen der Haut wie bei einer Verbrennung bis hin zu Augen- und Atemwegserkrankungen. Bei besonders empfindlichen Personen kann das Nesselgift einen schweren Kreislaufschock hervorrufen.

„Die Vorkommen sind begrenzt. Dennoch wollen wir die Besucher vorsorglich warnen“, erklärt Revierförster Elmar Kampkötter von der RWE Power-Forstabteilung. „Wichtig ist, dass die Spaziergänger auf den Wegen bleiben und den direkten Kontakt mit den Raupen vermeiden. Sie sollten auch das Umfeld meiden, weil sich die Brennhärchen in der Bodenstreu ansammeln.“

Der Befall der Eichen ist nur aus der Nähe zu erkennen: Die Raupen drängen sich zu Hunderten auf einem Zweig oder Ast. Später bilden sie einen Kokon, also ein Nest: In diesem Knäuel aus ganz feinen Fäden entwickeln sich die Schädlinge zu Schmetterlingen.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine heimische Schmetterlingsart. Der Forstschädling breitet sich langsam über ganz Deutschland aus. Er ernährt sich von Eichenblättern und macht naturgemäß keinen Unterschied zwischen Altwald oder rekultiviertem Forst, staatlichem oder privatem Wald. „Die Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners ist Ausdruck einer natürlichen Populationsdynamik“, schreibt das Bundesumweltamt in einer Broschüre. Ob und wie sich die Schädlinge auf der Sophienhöhe ausbreiten werden, lässt sich nicht vorhersagen. Eine Bekämpfung mit biochemischen Mitteln ist erst im nächsten Frühjahr möglich und wird mit den Fachbehörden rechtzeitig abgestimmt