Essen,
15
September
2018
|
17:29
Europe/Amsterdam

RWE AG

Entscheidungen der Strukturwandelkommission brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept

  • Stellungnahme zu heutigen Medienberichten über die Strukturwandelkommission

RWE hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche zur Kommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“ geführt, unter anderem auch mit Ronald Pofalla, einem der vier Vorsitzenden des Gremiums. In all diesen Gesprächen hat das Unternehmen seine bekannte Position vorgetragen, dass für eine erfolgreiche Energiewende Versorgungssicherheit, bezahlbare Strompreise und Klimaschutz sowie die Auswirkungen auf die betroffenen Regionen und die Beschäftigten in Einklang gebracht werden müssen. Der Rückgang der Kohleverstromung hängt dabei maßgeblich vom schnellen und konsequenten Ausbau der Netze und der Erneuerbaren Energien ab. Deshalb brauchen Entscheidungen der Strukturwandelkommission ein schlüssiges Gesamtkonzept.

RWE hofft, dass die Kommission zu Entscheidungen kommt, die den Unternehmen, ihren Mitarbeitern und den Menschen, die in den betroffenen Regionen leben, Planungssicherheit geben. Klar ist auch, dass sich für tragfähige Lösungen alle Seiten bewegen müssen.

Das heute in den Medien genannte Enddatum für den Betrieb von Kohlekraftwerken zwischen 2035 und 2038 kann aus Sicht von RWE allerdings nicht Bestandteil einer solchen Lösung sein. Dieser Zeitraum ist für das Unternehmen nicht akzeptabel.

Darüber hinaus wird in den Medien über den Vorschlag berichtet, in Deutschland Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt fünf bis sieben Gigawatt bis zum Jahre 2020 vom Netz zu nehmen und gegebenenfalls als Reserve zu behalten. Ob das mit Blick auf die Versorgungssicherheit in Deutschland überhaupt möglich ist, muss die für dieses Thema verantwortliche Bundesnetzagentur bewerten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Die Braunkohle leistet in diesem Zeitraum bereits ihren Beitrag zur CO2-Minderung durch die Überführung von Kraftwerken mit einer Leistung von 2,7 Gigawatt in die „Sicherheitsbereitschaft“. Diese Verabredung hat für RWE Bestand.

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