11
April
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

Für einen neuartigen Schutzhandschuh geht der „Arbeitsschutz-Oscar“ an den Tagebau Hambach

Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI zeichnet Entwicklung zur Vermeidung von Schnitt- und Stichverletzungen aus

Der Tagebau Hambach hat den „Arbeitsschutz-Oscar“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) gewonnen. In der Kategorie Sicherheitstechnik wurde die Entwicklung eines neuartigen Schutzhandschuhs zur Vermeidung von Schnitt- und Stichverletzungen beim Beschneiden von Fördergurten und Abdichtungen honoriert. Die beiden bei der Entwicklung maßgeblich beteiligten Mitarbeiter: Rolf Aretz, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Friedrich Hünten, Leiter Maschinentechnik, nahmen die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Alten Oper Frankfurt entgegen.

Unzufrieden waren die beiden Mitarbeiter mit den bislang am Markt verfügbaren Produkte, da sie das interne Anforderungsprofil nicht erfüllten. Deshalb entwickelten sie gemeinsam mit einem spezialisierten Anbieter von Sicherheitsbekleidung den neuen Schutzhandschuh. Die messerführende Hand wird mit einem hochwertigen Edelstahlringgeflecht geschützt und ist dabei dank Lederaufdopplung komfortabel zu tragen. Mit großem Erfolg: „Seit die Handschuhe im Einsatz sind, hat sich kein Unfall mit Schnitt- oder Stichverletzungen mehr ereignet“ freut sich Thomas Körber, Leiter Tagebau Hambach.

Der Förderpreis „Arbeit • Sicherheit • Gesundheit“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie wird seit 1997 verliehen. Er ist mit 10.000 Euro der höchst dotierte Arbeitsschutzpreis in Deutschland. Am Wettbewerb 2016 – Motto „Ideen von Menschen für Menschen“ – beteiligten sich deutschlandweit 520 Frauen und Männer mit 220 Beiträgen. Übrigens konnte Rolf Aretz, gemeinsam mit einem anderen Kollegen, bereits 2014 mit einem Konzept zur Koordination von Arbeitsgruppen auf Baustellen den Förderpreis für den Tagebau Hambach gewinnen.

„Dass wir den Arbeitsschutzpreis erneut gewinnen konnten zeigt, wie sehr unsere Mitarbeiter das Thema ,Arbeitssicherheit´ aktiv leben und es voll in ihren Arbeitsalltag integriert haben. Auf die tollen Ideen und das Engagement unserer Mitarbeiter können wir stolz sein“, betont Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Power. Anstrengungen, die sich messen lassen: Die LTIF-Quote des RWE Konzern – das ist die Zahl der Unfälle mit mehr als einem Tag Ausfallzeit pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden – lag 2015 mit 2,2 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahrs. Damit ist die RWE-Quote, die in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich15 Prozent pro Jahr gesenkt werden konnte, deutlich unter dem Branchendurchschnitt.