Köln,
13
Juli
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Glanrinder grasen für den Artenschutz

Was haben Rinder mit Artenschutz zu tun? Dieser und vielen weiteren Fragen wird am Sonntag, 22. Juli, bei einer zweistündigen Exkursion zu den Artenschutzflächen in Manheim-neu buchstäblich nachgegangen. Interessenten treffen sich um 10 Uhr am Parkplatz des Friedhofs.

Von 2012 bis 2014 sind in direkter Nähe zum Umsiedlungsort Manheim-neu rund 70 Hektar umgestaltet und bepflanzt worden. Wo früher großflächig Zuckerrübe oder Mais angebaut wurden, grasen nun Glanrinder. Ihr Dung zieht Insekten an, die von Vögeln und Fledermäusen gefressen werden; ihre Weiden sind ökologische Trittsteine für Tierarten auf dem Weg zu neuen Gebieten. Auf diese Weise ist auch am Umsiedlungsstandort neuer Lebensraum für Fledermäuse, Vögel und Amphibien und viele weitere Arten entstanden. Daneben dienen die Flächen natürlich der Naherholung für die Bürger.

Die Bepflanzungen sind Bestandteil des Artenschutzkonzeptes für den Tagebau Hambach. Es umfasst ökologische Maßnahmen auf rund 700 Hektar Wald und 600 Hektar intensiv genutzten Ackerlands im Umfeld dieser Wälder.

Wegen des Tagebaufortschritts müssen die Tierarten im Abbaufeld nach und nach auf Jagd-, Rast- und Brutgebiete außerhalb ausweichen. Neuer Lebensraum entsteht in der Rekultivierung und auf Flächen außerhalb des Tagebaus.

Exkursionsleiter an dem Sonntag sind Sandra Janz von der Natur- und Landschaftsplanung der RWE Power AG und Gregor Eßer von der Forschungsstelle Rekultivierung.