Köln,
19
April
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Gut gerüstet für den Ernstfall

Werkfeuerwehr von RWE Power und Freiwillige Feuerwehren trainierten

Gegen 10 Uhr am Samstag löste ein Rauchmelder im Kohleverteilbunker des Kraftwerks Niederaußem aus: Feuer! Von der Zentralen Feuerwehrleitstelle in Neurath, wo alle Alarme aus den Betrieben des Rheinischen Reviers auflaufen, wurde die Werkfeuerwehr Niederaußem zur Einsatzstelle geschickt. Wegen der absehbaren Größe des Feuers wurde die Feuerwehr der Kreisstadt Bergheim mit einigen Einheiten hinzugezogen. An ihrer Seite die Kollegen der Werkfeuerwehr Neurath und der HW Grefrath, in ihrem Fuhrpark unter anderem die 90-Meter-Gelenkmastbühne.

Insgesamt waren 140 Feuerwehrleute bei der Übung im Einsatz, die vom Chef der Niederaußemer Wehr, Hans Stollenwerk, geleitet wurde. Allein Torsten Flemm und Hermann-Josef Metternich aus der Leitung der Feuerwehr Bergheim entsandten rund 90 Mitglieder der Freiwilligen Wehren ans Kraftwerk. Mit schwerem Atemschutz rückten sie in das verrauchte Bauwerk vor, um verletzte Personen zu bergen – eine körperliche Anstrengung für alle Beteiligten. Eine große Anzahl an Nebelgeräten tauchte das Übungsobjekt anfangs in dichten Rauch. An einigen Stellen spielten neun Statisten verletzte Personen, die offensichtlich durch die Verpuffung Schaden erlitten hatten. Mit Wasser und Schaum rückten die Feuerwehrleute nach der Menschenrettung gegen den „Brand“ vor.

„Es war eine erfolgreiche Alarmübung, aus der wir viele Erkenntnisse ziehen konnten“, berichtet Markus Eßer, der Stellvertreter Hans Stollenwerks. Ein Beamter der höheren Aufsichtsbehörde für den betrieblichen Brandschutz, der Bezirksregierung Köln, nahm an der Übung als Beobachter teil.

Nur ein ganz kleiner Personenkreis war zuvor eingeweiht worden. So konnte Christoph van Eyk von der Produktionsleitung rechtzeitig dafür sorgen, dass die Kraftwerksblöcke genug Kohle hatten und ihre Stromerzeugung nicht drosseln mussten. Zur Sicherheit wurden die Förderbänder zwischen dem Kohleverteilbunker und den Kesseln abgestellt.

Hans Stollenwerk und Torsten Flemm bedankten sich nach einem gemeinsamen Mittagessen bei allen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Kameradinnen und Kameraden, die zum Gelingen der Übung beigetragen hatten. Auch Kraftwerksleiter Michael Wagner gratulierte den Einsatzkräften aus Unternehmen und Stadt Bergheim zu ihrem Erfolg. Wagner: „Das Ergebnis zeigt, dass wir für den Ernstfall gut vorbereitet sind. Damit das so bleibt, werden solche Übungen auch künftig immer wieder stattfinden.“