Köln/Essen,
19
November
2018
|
12:00
Europe/Amsterdam

RWE Power AG

Strukturentwicklung am Industriedrehkreuz Weisweiler geht weiter: Neues Gewerbegebiet entsteht

  • Logistiker Hammer und QCG Computer beziehen ihre Hallen
  • Kosmetikunternehmen Babor siedelt sich „Am Grachtweg“ an
  • Wegen hoher Nachfrage aus der Wirtschaft wird zusätzliche Fläche erschlossen und 2019 vermarktet

Die Entwicklung des interkommunalen Industriegebiets „Am Grachtweg“ in Eschweiler/ Inden geht weiter. Wegen des großen Interesses aus der Wirtschaft soll neben der bestehenden Fläche nun ein weiteres, benachbartes Grundstück für Ansiedlungen bereit gestellt werden. „Nachdem das bisher ausgewiesene Areal von rund 30 Hektar schon fast vollständig vergeben ist, wollen wir jetzt ein zusätzliches Gebiet von 15 Hektar nutzen“, berichtet Erik Schöddert, der Leiter des Flächenmanagements bei RWE Power. Wenn die rechtlichen Voraussetzungen unter anderem im Bebauungsplan geschaffen sind, soll die „Erweiterung Grachtweg“ im kommenden Jahr in die Vermarktung gehen. „Die Entwicklung am Industriedrehkreuz Weisweiler ist ein gutes Beispiel für erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier. Dafür verantwortlich waren eine langjährige, zielorientierte Planung und ein enges Netzwerk mit den Akteuren vor Ort“, so Schöddert.

Der Strukturwandel in der Region nimmt damit konkrete Formen an. Beleg dafür ist das Gewerbegebiet, das an das RWE-Kraftwerk Weisweiler grenzt. Schon 2015 waren die Voraussetzungen für die Erschließung des Geländes durch gemeinsame Vereinbarungen der Stadt Eschweiler, der Gemeinde Inden und der RWE Power AG geschaffen worden. Im April dieses Jahres hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den ersten Spatenstich vollzogen. Nur gut ein halbes Jahr später hat bereits die erste Firma ihre Halle übernommen. Die QCG Computer GmbH, die hauptsächlich große Rechenzentren beliefert, ist vor wenigen Tagen eingezogen. Derzeit werden bei dem IT-Spezialisten die Produktionsanlagen aufgebaut. QCG arbeitet auf dem Gelände eng mit dem Speditions- und Logistikunternehmen Hammer zusammen. Dessen Komplex auf dem Industriegebiet soll Mitte Dezember in Betrieb gehen. „Dies zeigt, dass die schnelle Umsetzung von Projekten in dieser Region möglich und machbar ist“, so Geschäftsführer Wolfgang Tim Hammer.

Als Dritter kommt jetzt die Firma Babor aus Aachen dazu. Das Kosmetikunternehmen hat etwa 6 Hektar des Ansiedlungsgeländes erworben und will in Kürze mit dem Bau einer neuen Fertigungshalle beginnen. Damit ist das Industriegebiet „Am Grachtweg“ bis auf eine Restfläche von knapp 3 Hektar vollständig vermarktet. „Aufgrund der erfolgreichen Unternehmensentwicklung der letzten Jahre sind wir schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach geeigneten Expansionsflächen gewesen. Das Gelände am Grachtweg ist hierfür perfekt geeignet“, erläutert Horst Robertz, Geschäftsführer der Dr. Babor GmbH & Co. KG. „Der Erwerb des Grundstücks ist Teil einer Langzeitstrategie unseres Familienunternehmens, den Produktionsstandort in Aachen und der Region zu sichern und weiter auszubauen. Nach jetzigem Planungsstand werden hier in den kommenden Jahren in einem ersten Schritt vier hochmoderne Produktionskomplexe mit rund 150 Arbeitsplätze entstehen, vornehmlich für die Abfüllung und Konfektionierung unserer hochwertigen Produkte - alles ,Made in Germany‘“, beschreibt Babor-Chef Robertz.

Insgesamt entstehen in Eschweiler 104.000 Quadratmeter Nutzfläche, darunter 10.000 Quadratmeter Produktionsstätte. Bis 2027 sollen hier 700 Mitarbeiter bei den verschiedenen Firmen auf dem Areal beschäftigt sein. „Die Entwicklung des Industriegebiets in Eschweiler ist eine echte Erfolgsgeschichte, die neue Arbeitsplätze in unsere Stadt bringt“, erklärt Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram. Jörn Langefeld, Bürgermeister der Gemeinde Inden, ergänzt: „Damit stellen wir unter Beweis, dass der Strukturwandel erfolgreich gelingen kann, wenn er rechtzeitig eingeleitet wird und alle regionalen Partner mit ins Boot nimmt.“

Der nächste Schritt bei der Strukturentwicklung am Standort wird bereits mit der „Erweiterung Grachtweg“ vorbereitet. „Seitens der Wirtschaft ist das Interesse an solchen Ansiedlungsflächen in dieser Region sehr groß“, betont Schöddert. Deshalb geht RWE Power hinsichtlich dieses neuen Gewerbegebiets von einem schnellen Vermarktungserfolg aus. „Das sind wichtige Bausteine, um die Zukunft des Rheinischen Reviers zu sichern“, ist der Leiter des RWE-Flächenmanagements überzeugt.

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