03
März
2017
|
10:31
Europe/Amsterdam

Innovativer Online-Analysator soll Bestimmung der Kohlequalität und Kraftwerksverfügbarkeit verbessern

Deutschlandpremiere: Australische Technik wird im Tagebau Garzweiler auf Herz und Nieren geprüft

Kohlequalität direkt auf dem Transportband bestimmen: Das ermöglicht ein Online-Analysator, der erstmals in Deutschland im Kohlebunker des Tagebaus Garzweiler zum Einsatz kommen wird. Ziel ist, die Verfügbarkeit der Braunkohlekraftwerke zu erhöhen sowie die Kohlegewinnung im Tagebau zu optimieren. Hierzu wird die Kohle mit Hilfe des Analysators – ein Gerät mit einem Gewicht von circa vier Tonnen und voll mit innovativer Technik – überwacht und entsprechend ihrer Qualität vom Tagebau auf einzelne Kraftwerke verteilt. Während bislang nur ein Teil der Kohle auf dem Förderband analysiert werden konnte, soll dies in Zukunft für die gesamte Kohle gemacht werden können. Und das mit hoher Präzision.

Michael Schüngel, Projektleiter aus dem Bereich Forschung & Entwicklung der RWE Power AG, erklärt: „In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Tagebaue, Kraftwerke und des Forschungszentrums Jülich haben wir innovative Analysatortechniken internationaler Hersteller untersucht und bewertet. Auf dieser Basis haben wir uns für die sogenannte Prompte-Gamma-Neutronen-Aktivierungsanalyse eines australischen Herstellers entschieden.“ Nach der Installation stehen jetzt Inbetriebnahme und Erprobung an. „Wir werden den Analysator hinsichtlich seiner Eignung im Tagebaubetrieb auf Herz und Nieren testen“, so Lutz Kunde, Leiter des Tagebaus Garzweiler.