Essen,
11
August
2016
|
00:00
Europe/Amsterdam

Insgesamt solide Halbjahresbilanz 2016

Moderater Rückgang des betrieblichen Halbjahresergebnisses

RWE legt eine insgesamt solide Halbjahresbilanz 2016 vor. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist das Ergebnis des RWE-Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum moderat zurückgegangen: Das EBITDA verringerte sich um 5% auf 3,0 Mrd. € und das betriebliche Ergebnis um 7% auf 1,9 Mrd. €. Ausschlaggebend dafür war das Handelsgeschäft, das nach einem sehr erfolgreichen Jahresauftakt unerwartet deutliche Verluste im zweiten Quartal verbuchte. Eine deutliche Steigerung des betrieblichen Ergebnisses erzielte hingegen der Unternehmensbereich Konventionelle Stromerzeugung. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war das laufende Effizienzsteigerungsprogramm. Hinzu kamen Einmaleffekte aus dem Verkauf von Grundstücken. Positiv entwickelt hat sich auch der Unternehmensbereich Vertrieb. Das ist u.a. auf niedrigere Beschaffungskosten für Strom und Gas zurückzuführen. Zudem zeigen die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen im britischen Vertriebsgeschäft bereits erste Erfolge.

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, erläutert: „Die Restrukturierungsmaßnahmen in unserem Vertriebsgeschäft in Großbritannien sind erfolgreich angelaufen. Die operativen Verbesserungen liegen voll im Plan – die Ziele zum Kundenservice, die wir mit der britischen Regulierungsbehörde Ofgem vereinbart hatten, mit eingeschlossen. Das zeigt sich zunehmend auch in der Entwicklung der Kundenzahlen. Nach hohen Kundenverlusten im Vorjahr hat sich unsere Wettbewerbsposition bei britischen Haushalten wieder stabilisiert.

“Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 598 Mio. € und lag damit 10% über Vorjahr. Hauptgrund dafür war eine ungewöhnlich niedrige Steuerquote von 8%, die als Einmaleffekt aus der Aktivierung latenter Steuern im Zusammenhang mit der Reorganisation des RWE-Konzerns resultierte. Der Außenumsatz fiel um 4% auf 23,9 Mrd. €.

Konzernumbau voll im Zeitplan
Im ersten Halbjahr 2016 hat RWE wichtige Meilensteine bei der grundlegenden Neuaufstellung des Konzerns erreicht und liegt weiter voll im Zeitplan. Pünktlich zum 1. April 2016 hat die neue RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Sie heißt übergangsweise „RWE International SE“ und wird voraussichtlich ab dem 1. September unter ihrem endgültigen Namen „innogy SE“ firmieren. Noch im laufenden Jahr sollen voraussichtlich rund 10% der innogy-Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung am Markt platziert werden. „Zeitweise haben 1.500 Menschen bei RWE am Konzernumbau mitgearbeitet“, sagt Peter Terium. „Nur sechseinhalb Monate nach der Zustimmung unseres Aufsichtsrats haben wir die legale Reorganisation bereits abgeschlossen und mit innogy eine starke Marke entwickelt. Darauf bin ich sehr stolz und danke allen Beteiligten für ihren tatkräftigen Einsatz“, so Terium weiter.

Stromerzeugung um 5% über Vorjahr
Im ersten Halbjahr 2016 hat der RWE-Konzern 107,1 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom produziert, 5% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ausschlagend dafür war, dass sich die Marktbedingungen für die Gaskraftwerke verbessert haben und die Anlagen daher wesentlich mehr zum Einsatz kamen, insbesondere in Großbritannien. Zudem wurde mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert. Hier spielten neue Windkraftanlagen eine Rolle.

Stromabsatz um 4% gestiegen, Gasliefermengen 7% unter Vorjahr
In den ersten sechs Monaten des Jahres hat der RWE-Konzern 133,5 Mrd. kWh Strom an externe Kunden geliefert, 4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Wesentliche Gründe waren Kundengewinne bei deutschen Weiterverteilern und die Intensivierung von Lieferbeziehungen mit bestehenden Kunden.Der Gasabsatz ist um 7% auf 145,7 Mrd. kWh gesunken: Von den deutschen Weiterverteilern haben sich einige Kunden bei anderen Anbietern eingedeckt. Auch im Segment der Privat- und Gewerbekunden wurde weniger abgesetzt. Kundenverluste und der Trend zu einem sparsameren Energieeinsatz gaben dafür den Ausschlag.

Rückläufige Investitionen in Stromerzeugungskapazitäten
In den ersten sechs Monaten 2016 investierte der RWE-Konzern 826 Mio. € und damit 30% weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Unternehmensbereich Konventionelle Stromerzeugung erreichten die Sachinvestitionen weniger als die Hälfte des Vorjahresniveaus, das noch hohe Ausgaben für die Modernisierung der britischen Gaskraftwerke Pembroke und Staythorpe enthielt. Verringert haben sich auch die Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien infolge der Fertigstellung der Offshore-Windparks Gwynt y Môr und Nordsee Ost 2015. Mehr als die Hälfte der gesamten Sachinvestitionen entfiel auf die Netzinfrastruktur, deren Höhe nahezu unverändert blieb.

Nettoschulden auf 28,3 Mrd. € gestiegen
Die Nettoschulden des RWE-Konzerns lagen zum 30. Juni 2016 bei 28,3 Mrd. € und damit deutlich über dem Stand vom 31. Dezember 2015 (25,5 Mrd. €). Der Anstieg der Verbindlichkeiten ergibt sich u.a. aus dem negativen Free Cash Flow. Zudem machte die Entwicklung der Marktzinsen eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen gegenüber Ende 2015 erforderlich.

Knapp 500 Stellen abgebaut
Zum 30. Juni 2016 beschäftigte der RWE-Konzern 59.283 Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitstellen). Das sind per saldo 479 Beschäftigte weniger als zum Jahresende 2015. Rationalisierungsmaßnahmen spielten dabei eine zentrale Rolle, insbesondere im Unternehmensbereich Konventionelle Stromerzeugung.

Ergebnisprognose auf Konzernebene unverändert
Der Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr von RWE, der im März veröffentlicht sowie im Mai und am 1. August bestätigt wurde, hat auf Konzernebene Bestand:

Für 2016 wird weiterhin ein EBITDA von 5,2 bis 5,5 Mrd. €, ein betriebliches Ergebnis von 2,8 bis 3,1 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis von 0,5 bis 0,7 Mrd. € erwartet.

Auf Segmentebene ergeben sich dagegen zwei Anpassungen. Optimistischer fällt nun die Erwartung für den Unternehmensbereich Vertrieb aus: Hier dürfte das betriebliche Ergebnis insbesondere wegen der positiven Entwicklung in Großbritannien die Größenordnung des Vorjahres erreichen. Ursprünglich war von einem moderaten Rückgang ausgegangen worden. Dagegen wird der Unternehmensbereich Trading/Gas Midstream nach dem unerwartet schwachen zweiten Handelsquartal wohl deutlich unter Vorjahr abschließen. Bislang war eine deutliche Ergebnisverbesserung prognostiziert worden. Der Ausblick für die anderen Segmente wird bestätigt.

RECHTLICHER HINWEIS

Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der US-Wertpapiergesetze. Insbesondere alle folgenden Aussagen: Prognosen über die Entwicklung des Umsatzes, der Erträge, des Ergebnisses je Aktie, der Investitionsausgaben, der Dividenden, der Kapitalstruktur oder sonstiger Finanzposten, Aussagen zu Plänen oder Zielen im Hinblick auf die zukünftige Geschäftstätigkeit oder die zukünftige Wettbewerbsposition, Erwartungen im Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftsleistung sowie Aussagen zu Annahmen, die den vorstehenden Aussagen zugrunde liegen, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind ebenfalls an Formulierungen wie „annehmen“, „vermuten“, „abschätzen“, „beabsichtigen“, „können“, „wollen“, „erwarten“, „vorhaben“, „prognostizieren“, „sollten“ und vergleichbaren Wendungen erkennbar. Sie spiegeln die Einschätzung des Managements von RWE aufgrund von aktuell bekannten Faktoren wider. Es kann nicht garantiert werden, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als zutreffend erweisen oder dass erwartete, prognostizierte Ergebnisse erreicht werden. Da sämtliche zukunftsgerichteten Aussagen mit verschiedenen Risiken und Unsicherheiten behaftet sind, können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von der prognostizierten Entwicklung abweichen. Zu den Risiken und Unsicherheiten zählen u. a. Änderungen im gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld und den geschäftlichen, politischen und rechtlichen Bedingungen, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Absatz- und Preisrisiken, die sich aus einem deregulierten Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität ergeben, Änderungen des Preises und der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Risiken in Zusammenhang mit dem Energiehandel (z. B. Verlustrisiko bei unerwarteten, extremen Schwankungen der Marktpreise und Kreditrisiken, die sich dann ergeben, wenn Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen), Handlungen von Konkurrenzunternehmen, die Anwendung neuer bzw. abgeänderter Rechnungslegungsstandards oder sonstiger bundesbehördlicher Bestimmungen, Änderungen bzw. die Nichteinhaltung von Gesetzen oder Vorschriften, insbesondere von solchen, die sich auf die Umwelt und die Wasserqualität beziehen (z. B. Einführung eines Preisregulierungssystems für die Nutzung des Stromnetzes im Sinne der Etablierung einer Regulierungsbehörde für Strom und Gas bzw. die Einführung des Handels mit Treibhausgasen), Änderungen in der Regierungspolitik und den regulatorischen Maßnahmen in Bezug auf den Erwerb, die Veräußerung, die Wertminderung und die Abschreibung von Anlagen und Einrichtungen sowie den Betrieb und den Bau von Anlagen. Des Weiteren zählen zu diesen Risiken Produktionsstörungen oder -unterbrechungen aufgrund von Unfällen oder sonstigen unvorhergesehenen Ereignissen, Verzögerungen beim Bau von Betriebsanlagen, die Unmöglichkeit der Erlangung von erforderlichen behördlichen Genehmigungen für zukünftige Transaktionen bzw. die Erlangung der Genehmigungen zu akzeptablen Bedingungen, die Unmöglichkeit der erfolgreichen Eingliederung von neuen Unternehmen in den RWE-Konzern und der Hebung von Synergien aus einer solchen Eingliederung und schließlich die potenzielle Haftung für Abhilfemaßnahmen gemäß bestehenden bzw. zukünftigen Umweltvorschriften und der möglichen Haftung aus anhängigen oder zukünftigen Gerichtsprozessen. Zukunftsgerichtete Aussagen berücksichtigen ausschließlich den Sachstand an dem Tag, an dem sie gemacht werden. RWE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben. Zusätzliche Informationen zu Risiken können dem jüngsten Geschäftsbericht von RWE bzw. sonstigen jüngsten Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie den auf der Internetseite von RWE veröffentlichen Inhalten entnommen werden.Dieses Dokument stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren abzugeben, dar. Dieses Dokument und die Informationen, die in ihm enthalten sind, dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder einen Prospekt dar noch beinhalten sie ein Angebot zum Verkauf von Wertpapieren in den USA oder eine Aufforderung, ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den USA abzugeben. Hierin erwähnte Wertpapiere sind nicht und werden auch in Zukunft nicht gemäß den Bestimmungen des U.S. Securities Act von 1933 in der geltenden Fassung („U.S. Securities Act“) oder gemäß den in irgendeinem Bundesstaat der Vereinigten Staaten geltenden Gesetzen registriert. Ohne eine solche Registrierung dürfen diese Wertpapiere nicht angeboten, verkauft oder in sonstiger Weise übertragen werden, mit Ausnahme von Wertpapieren, die gemäß einer Ausnahme von den Registrierungserfordernissen des U.S. Securities Act angeboten und verkauft werden. Weder die Gesellschaft noch ihre Gesellschafter oder Tochtergesellschaften beabsichtigen eines der hierin genannten Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika zu registrieren. Weder Geld, Wertpapiere noch eine andere Form der Gegenleistung wird ersucht. Diese und andere Formen der Gegenleistung werden im Falle einer Zusendung aufgrund der hierin enthaltenen Informationen nicht angenommen.Dieses Dokument stellt weder eine Angebotsunterlage noch ein Angebot von Wertpapieren an die Allgemeinheit im Vereinigten Königreich dar, auf die § 85 des U.K. Financial Services and Markets Act 2000 Anwendung findet, und darf nicht als Empfehlung an irgendeine Person für die Zeichnung oder den Kauf von Wertpapieren im Rahmen des Angebots verstanden werden. Dieses Dokument wird nur übermittelt an (i) Personen, die sich außerhalb des Vereinigten Königreichs befinden; (ii) Personen, die Branchenerfahrung mit Investitionen im Sinne von Artikel 19 (5) der U.K. Financial Services and Markets Act 2000 (Financial Promotion) Order 2005 (in ihrer jetzigen Fassung) (die „Order“) haben, oder (iii) „high net worth companies, unincorporated associations“ und andere Körperschaften, die von Artikel 49 (2) (a) bis (d) der Order erfasst sind (nachfolgend werden die vorgenannten Personen als „Relevante Personen“ bezeichnet). Jede Person, die keine Relevante Person ist, darf nicht auf der Grundlage dieser Mitteilung oder ihres Inhalts tätig werden oder auf diese vertrauen. Jede Investition oder Investitionstätigkeit, auf die sich diese Mitteilung bezieht, steht nur Relevanten Personen zur Verfügung und wird nur mit Relevanten Personen unternommen. Weder dieses Dokument noch Teile davon dürfen ohne vorherige Zustimmung der Gesellschaft veröffentlicht, wiedergegeben, verteilt oder in sonstiger Weise Dritten zur Verfügung gestellt werden.