22
November
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

Kraftwerk Biblis: Castor-Beladekampagne in Block A erfolgreich abgeschlossen

Erster brennstofffreier Block der 2011 abgeschalteten Kernkraftwerke

Im abgeschalteten Block A des Kraftwerks Biblis ist heute die Beladung von Castor-Behältern mit abgebrannten Brennelementen aus dem Lagerbecken erfolgreich abgeschlossen worden.

Gegen 9:30 Uhr schloss sich hinter dem letzten Castor-Behälter vom Typ V/19 die Schleuse zum Reaktorgebäude von Block A. Anschließend wurde er in das dafür vorgesehene Standortzwischenlager (SZL) verbracht und wird an die Überwachungseinrichtungen angeschlossen. „Bereits zu Beginn der Kampagne vor rund einem Jahr haben wir das Ziel ausgegeben, die Brennstofffreiheit von Block A bis Ende 2016 zu erreichen. Das haben wir geschafft“, freut sich Roger Miesen, zuständiger Ressortvorstand der RWE Power. Kraftwerksleiter Horst Kemmeter ergänzt: „Damit ist unser Block A der erste brennstofffreie der in Deutschland im Jahr 2011 abgeschalteten Kernkraftwerke“.

Rund ein Jahr war ein motiviertes und erfahrenes Team aus eigenen Strahlenschützern und Handhabungsexperten, unterstützt von Fachleuten der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) und anderen Partnerfirmen im Schichtbetrieb rund um die Uhr im Einsatz. „Dabei stand die Sicherheit beim Beladen und Transportieren der Behälter immer an erster Stelle“, so Kemmeter. Die einzelnen Arbeitsschritte wurden von Gutachtern im Auftrag der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem hessischen Umweltministerium, intensiv begleitet. Insgesamt 24 Castor-Behälter wurden im Laufe des Jahres in Block A abgefertigt. Damit sind nun mehr als 99 Prozent der radioaktiven Massen aus der Betriebszeit aus dem Block entfernt. Ab Frühjahr 2017 folgt die Beladekampagne in Block B, die bis Mitte 2018 abgeschlossen sein soll.

Im Vorfeld der Beladung hatte RWE Power ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt. Ein Schwerpunkt lag auf der Rekrutierung und der Schulung des Personals. Weiterhin wurden die vorhandenen Hubgerüste und Kräne intensiv geprüft und ertüchtigt, sowie ein neuer Transportwagen und sogenannte Bodenstoßdämpfer zusätzlich angeschafft. „Unsere technische Vorbereitung und das gut koordinierte Team sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit und waren ein entscheidender Faktor, um die Brennstofffreiheit in Block A zu realisieren. Gemeinsam haben wir somit einen weiteren Meilenstein im Rahmen des Abbau erreicht“, so der Kraftwerksleiter abschließend.