Köln/Essen,
12
September
2018
|
11:44
Europe/Amsterdam

Löschtechnik wechselt Besitzer

Was passiert eigentlich mit Fuhrpark-Geräten, wenn sie bei den Wachen der RWE-Werkfeuerwehren nicht mehr gebraucht werden? Diese Frage beantwortet die Werkfeuerwehr des Tagebau Inden auf sehr nachbarschaftliche Art und Weise.

Ein voll funktionsfähiger, fahrbarer Wasserwerfer aus dem Jahre 1972 ist Anfang September in den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Inden übergegangen. Da auf den bei RWE eingesetzten Tanklöschfahrzeugen vollintegrierte Wasserwerfer montiert sind, wird dieser externe Wasserwerfer nicht länger benötigt und ist sozusagen aus dem Dienst im Tagebau entlassen.

Bevor der rote Anhänger seinen neuen Dienst antritt, wurde er liebevoll und fachmännisch instandgesetzt. „Durch die neue Lackierung, die neue Beleuchtung und die nun weißen originalen Radkappen sieht der Wasserwerfer fast aus wie neu. Auch technisch ist er in einem einwandfreien Zustand, Baujahr 1972 ist für solche Geräte noch kein kritisches Alter“, erklärt Matthias Dienstknecht. Bei der feierlichen Übergabe am Indener Rathaus schauten sich die Verantwortlichen das Endergebnis der Generalüberholung an: Bürgermeister Jörn Langefeld, Feuerwehrleiter und RWE-Kollege Matthias Dienstknecht, Löschgruppenführer Peter Esser und viele weitere Kameraden waren da, um sich ganz offiziell bei Tagebauchef Dr. Andreas Wagner für das große Geschenk zu bedanken.

Die besondere Schenkung für die rund 100 Mann und Frau starke Mannschaft kommt nicht von ungefähr. Denn das Rheinische Revier demonstriert beispielhaft, wie regionale Partnerschaft zwischen Gesellschaft, Betrieben und Vereinen funktioniert. Wie die Gemeinde Inden verlassen sich viele andere Ortschaften allein auf Freiwillige Feuerwehren, deren Kameraden alle Einsätze nicht nur komplett unentgeltlich, sondern auch neben einem Vollzeitjob bestreiten. Berufsfeuerwehren, Freiwillige Feuerwehren und RWE-Werkfeuerwehren arbeiten oftmals Hand in Hand. Matthias Dienstknecht ist einer von zahlreichen RWE-Mitarbeitern, die privat in einer Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind: „Ich arbeite seit 35 Jahren bei RWE, habe hier meine Leidenschaft zum Beruf machen können. Mittlerweile bin ich nicht nur stellvertretender Wachabteilungsführer im Tagebau Inden, sondern darf mich auch Leiter der Freiwilligen Gemeindefeuerwehr Inden nennen.“

Der im Tagebau Inden ausrangierte Fahrzeug-Anhänger wechselt sozusagen von seinem beruflichen ins „private“ Arbeitsumfeld. Dort wird er ab sofort die Wache in Lucherberg unterstützen, die gemeinsam den vier Wachen in Schophoven, Lamersdorf, Altdorf und Frenz die Freiwillige Feuerwehr Inden bildet.