Köln,
22
Juli
2019
|
17:00
Europe/Amsterdam

Mehrere Böschungsumbildungen im Tagebau Inden

In den vergangenen Monaten hat sich mehrere Male im Tagebau Inden die Arbeitsböschung auf der obersten Gewinnungssohle bewegt. Seit Jahresbeginn ist es zu vier Rutschungen gekommen. Dabei kamen zwischen 10.000 und 40.000 Kubikmeter Erdreich auf rund 100 bis 250 Metern Länge um fünf bis 20 Meter in Bewegung. Dies hat sich teilweise bis zur Rasensohle durchgeprägt. Die Rutschungen fanden stets innerhalb des Betriebsgeländes statt und damit in einem für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich. Es bestand und besteht keine Gefahr für Anwohner, Mitarbeiter oder Anlagen.

Auslöser ist eine bekannte, von Natur aus vorhandene geologische Störung im Schichtenaufbau des Erdbodens. Teilweise schwächt in solchen Bereichen zudem Feuchtigkeit oder Restmengen von Wasser, das von der weiträumigen Grundwasserabsenkung nicht komplett erfasst wurde, das Erdreich in der Standfestigkeit. Die Bereiche werden üblicherweise abgesperrt und wo erforderlich durch zusätzliche Maßnahmen gesichert bzw. überwacht. Weitere Vorkehrungen gegen die Böschungsumbildungen auf der ersten Sohle sind wegen ihrer Ortsferne nicht erforderlich.

Arbeitsböschungen sind nicht auf Dauer angelegt, sondern entstehen beim Abbaggern des Abraums und der Braunkohle durch die Schaufelradbagger. Die Arbeitsböschungen werden nach kurzer Zeit von den Großgeräten im Rahmen ihrer planmäßigen Arbeit weiter abgetragen. Auch der Bereich der Böschungsrutschung wird bald wieder vom Bagger aufgenommen.

Die Ereignisse wurden jeweils der Dienstbereitschaft der Aufsichtsbehörde gemeldet.