19
März
2014
|
00:00
Europe/Amsterdam

Müllheizkraftwerk Essen-Karnap gewinnt Ausschreibungen der Städte Essen und Bottrop

RWE Generation sichert bis Ende 2024 Abfallentsorgung

Doppelter Erfolg für das Müllheizkraftwerk (MHKW) Essen-Karnap: Bis Ende 2024 werden die Städte Essen und Bottrop jährlich rund 200.000 Tonnen Hausmüll in der Anlage der RWE Generation entsorgen. Beide Städte hatten ihre Hausmüllentsorgung europaweit ausgeschrieben. „Wir konnten uns mit unserem Angebot gegen harte Konkurrenz aus dem In- und Ausland durchsetzen. Die Städte haben nun langfristig Entsorgungssicherheit zu attraktiven Konditionen“, betont Roger Miesen, Vorstandsmitglied der RWE Generation. 

Basis für den Zuschlag ist, dass die Anlage zu den größten, modernsten und – durch die Fernwärmeauskopplung – effizientesten Müllverbrennungsanlagen in Deutschland gehört. Weitere wichtige Vorteile sind die zentrale Lage im Ruhrgebiet sowie die guten Verkehrsanbindungen. Mit diesem Gesamtpaket, das für eine wirtschaftliche und umweltgerechte Entsorgung steht, beteiligt sich RWE Generation auch an weiteren Ausschreibungen. 

„Mit den Mengen aus Essen und Bottrop ist unser Kraftwerk in der Grundlast gesichert“, erklärt Roger Miesen. Und weiter: „Das sind gute Perspektiven für den Standort, die Sicherung der Arbeitsplätze sowie die Wirtschaftskraft der Region. Für die Instandhaltung der Anlage investieren wir einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr. Rund die Hälfte davon geht an Unternehmen aus dem Umfeld.“ 

Das MHKW Essen-Karnap hat als Kraftwerksstandort eine über 60-jährige Tradition. Die heutige Karnaper Anlage ist nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1987 mehrfach aufwendig modernisiert worden. Pro Jahr werden rund 650.000 Tonnen Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle verarbeitet. Im Rahmen des thermischen Verwertungsprozesses werden hieraus 230.000 Megawattstunden Strom und 730.000 Megawattstunden Fernwärme gewonnen. Damit lässt sich jeweils der Bedarf von rund 70.000 Haushalten decken. Derzeit arbeiten in der Anlage 125 Mitarbeiter. In der Ausbildungswerkstatt werden 40 junge Menschen in Metall- oder Elektroberufen ausgebildet.