10
Juni
2014
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00:00
Europe/Amsterdam

Müllheizkraftwerk Essen-Karnap gewinnt Restmüll-Ausschreibung der Stadt Gelsenkirchen

RWE Generation sichert bis Ende 2025 die Abfallentsorgung

Das Müllheizkraftwerk Karnap (MHKW) wird ab Januar 2015 für mindestens die nächsten zehn Jahre die Entsorgung und thermische Verwertung des Restmülls der Stadt Gelsenkirchen unter Einhaltung höchster Umweltstandards sicherstellen. Das Angebot der RWE Generation für die Entsorgung der jährlich rund 85.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll konnte sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gegen starke Konkurrenz aus dem In- und Ausland durchsetzen.

„Mit dem Zuschlag aus Gelsenkirchen und der bereits im März gewonnenen Ausschreibung von Essen und Bottrop ist es uns gelungen, dass zukünftig wieder drei der ehemals fünf Karnap-Städte ihren Hausmüll in unserem Müllheizkraftwerk entsorgen“, so Roger Miesen, Vorstandsmitglied der RWE Generation. „Die Stadt Gelsenkirchen hat nun langfristig Entsorgungssicherheit zu attraktiven Konditionen“, betont Miesen. Basis für den Zuschlag ist, dass die Anlage zu den größten, modernsten und – durch die Fernwärmeauskopplung – effizientesten Müllverbrennungsanlagen in Deutschland gehört. Weitere wichtige Vorteile sind die zentrale Lage im Ruhrgebiet sowie die guten Verkehrsanbindungen. Mit diesem Gesamtpaket, das für eine wirtschaftliche und umweltgerechte Entsorgung steht, beteiligt sich RWE Generation auch an weiteren Ausschreibungen.

Der erneute Gewinn einer Ausschreibung bietet gute Perspektiven für den Standort, die Sicherung der Arbeitsplätze und die Wirtschaftskraft der Region. Für die Instandhaltung der Anlage investiert RWE Generation jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag. Rund die Hälfte davon geht an Unternehmen aus dem Umfeld. 

Das MHKW Essen-Karnap hat als Kraftwerksstandort eine über 60-jährige Tradition. Die heutige Karnaper Anlage ist nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1987 mehrfach aufwendig modernisiert worden. Mit seiner aufwendigen Rauchgasreinigungstechnik und abwasserfreien Fahrweise gehört das Kraftwerk zu den modernsten Anlagen in Deutschland. Pro Jahr werden rund 650.000 Tonnen Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle verarbeitet. Im Rahmen des thermischen Verwertungsprozesses werden hieraus 230.000 Megawattstunden Strom und 730.000 Megawattstunden Fernwärme gewonnen. Damit lässt sich jeweils der Bedarf von rund 70.000 Haushalten decken. Derzeit arbeiten in der Anlage 125 Mitarbeiter. In der Ausbildungswerkstatt werden 40 junge Menschen in Metall- oder Elektroberufen ausgebildet.