Köln,
06
September
2019
|
11:30
Europe/Amsterdam

Naturforschung am Tagebaurand: Forschungsstelle Rekultivierung wird 25

RWE Power AG

Newsfacts:
  • Umweltmarkt für die ganze Familie auf Schloss Paffendorf
  • Bisher 4.500 seltene Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen

Um die Rekultivierung in den ehemaligen Tagebaugebieten im Rheinischen Revier kontinuierlich zu verbessern, hat RWE vor 25 Jahren die Forschungsstelle Rekultivierung gegründet. Zur Feier dieses Jubiläums lädt das Team der Forschungsstelle am Sonntag, 15. September, zwischen 12 und 18 Uhr, zum Umweltmarkt auf Schloss Paffendorf ein.

Um 14 und 16 Uhr bekommen Besucher bei einer Führung durch den Schlosspark Einblicke in die Geschichte der Jahrhunderte alten Bäume im Park. Eine Fotoausstellung blickt auf die vergangenen 25 Jahre der Forschungsstelle zurück. An Marktständen präsentieren sich Schäfer, Falkner, Imker, Förster und viele weitere Akteure der Rekultivierung. So können die Besucher sich bei einem Stand Samen für die Insektenwiese im eigenen Garten mit nach Hause nehmen. An einem Stand kann Obst aus der Rekultivierung oder auch mitgebrachtes Obst zu Saft verarbeitet werden. Nebenan können sich die Gäste beim Bau von Futterkästen versuchen.

Die „rollende Waldschule“, ein Anhänger gefüllt mit lauter interessanten Dingen aus der Tier- und Pflanzenwelt, lädt zum Anfassen und Verstehen ein. Spektakulär wird es zwischen 13 und 17 Uhr: Denn dann klettern stündlich die Gehölzpfleger in die Bäume und führen so ihre Arbeit vor, die in Zeiten verbreiteter Waldschäden und -krankheiten sehr wichtig ist. Hüpfburg und Kinderschminken dürfen auf keinem Fest fehlen und warten auch in Paffendorf auf die kleinen Besucher.

„Erst kommen die Bagger, dann kehrt die Natur zurück – auch mit unserer Hilfe“, wirbt Gregor Eßer, Leiter der Forschungsstelle, für den Umweltmarkt. Sein Team vernetzt die Planer und Praktiker der Rekultivierung mit Wissenschaft, Fachbehörden und Naturschutzverbänden. So kommen die Erkenntnisse aus Feldforschung und Doktorarbeiten unmittelbar der Bergbaufolgelandschaft und ihrer hohen Artenvielfalt zu Gute. „Rekultivierung ist ein ständiger Lernprozess“, sagt Eßer.

Bisher konnte die Forschungsstelle rund 3.000 Tierarten und 1.500 verschiedene Pflanzenarten in der Rekultivierung nachweisen, davon stehen 200 Tier- und 180 Pilz- und Pflanzenarten auf der Roten Liste des Landes Nordrhein-Westfalen. „Artenvielfalt, Freizeitwert, Nachhaltigkeit – das sind unsere Ziele, für die wir in der Rekultivierung seit Jahren erfolgreich arbeiten“, berichtet Gregor Eßer mit Blick auf das vergangene Vierteljahrhundert. „Dieses Ziel treibt uns auch bei der Wiedernutzbarmachung der heutigen Tagebaue an.“

Weitere Informationen rund um die Forschungsstelle Rekultivierung gibt es auch unter www.forschungsstellerekultivierung.de und auf der Facebook-Seite der Forschungsstelle unter www.facebook.com/SophieReku.