Essen,
04
Januar
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Neuer Antrieb für den Duisburger Hafen: RWE und duisport sind Vorreiter beim Einsatz von LNG

LNG soll zunächst Dieselkraftstoff bei Hafenfahrzeugen ersetzen - Kooperation baut mobile Tankstelle und entwickelt zukünftiges LNG-Nutzungskonzept

RWE Supply & Trading und duisport bauen gemeinsam eine Infrastruktur für LNG (Liquefied Natural Gas) im Duisburger Hafen auf. Darauf haben sich die beiden Unternehmen jetzt verständigt. Das Ziel: ein ganzheitliches und nachhaltiges Logistikkonzept für die Beschaffung, Speicherung und Verteilung sowie Nutzung von LNG zu entwickeln und im Duisburger Hafen umzusetzen. Ein Grundstück für die LNG-Tankstelle wurde bereits festgelegt. Zuvor hatten die Partner gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten von LNG als Ersatz für Dieselkraftstoff geprüft.

„Wir freuen uns, duisport als Partner für dieses innovative Projekt gewonnen zu haben. Denn der Duisburger Hafen bietet ideale Einsatzbedingungen für LNG“, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading GmbH. „Er verfügt als größter Binnenhafen der Welt über eine perfekte Anbindung an sämtliche Verkehrskanäle“. Nicht nur Schiffe, Eisenbahnen, Hafenfahrzeuge und LKW, sondern auch die Rhein-Ruhr-Region mit ihrer Industrie sowie hoher Bevölkerungsdichte verfügt über ideale Voraussetzungen und hohes Abnehmerpotenzial.

„RWE ist mit ihrer langjährigen Erfahrung bei LNG-Beschaffung sowie bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen zur Gasversorgung der ideale Partner für diese Kooperation“ sagt Erich Staake, CEO von duisport. „Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein bei unserem Bemühen, den Standort Duisburger Hafen permanent zu optimieren.“

Als erster Schritt ist die Einrichtung einer mobilen Tankanlage geplant, die bei Bedarf schnell und unkompliziert versetzt werden kann. Diese Anlage wird genutzt, um in der Anfangsphase hafeninterne Fahrzeuge (so genannte Reachstacker und Terminalzugmaschinen) sowie LKW lokaler Speditionen mit LNG zu versorgen. Die Fahrzeuge werden auf LNG umgerüstet und im regulären Betrieb umfangreich getestet. Die Investitionen belaufen sich für diesen ersten Schritt auf rund eine halbe Million Euro.

LNG ist Erdgas, das durch Kühlung auf -161° Grad in den Flüssigzustand versetzt wird. Dabei reduziert sich das Volumen auf etwa ein 1/600 des Erdgas-Volumens unter Normaldruck, womit der Transport großer Erdgasmengen möglich wird. LNG ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub geringer sind als bei anderen Kraftstoffen.