Köln,
02
Juli
2018
|
15:51
Europe/Amsterdam

Neues Ackerland jetzt auch in der Hambacher Rekultivierung

Nach 40 Jahren Aufforstung neue Phase der Wiedernutzbarmachung

Der Tagebau Hambach startet heute offiziell in eine neue Phase: die landwirtschaftliche Rekultivierung. Dafür lieferte heute ein Zug der Werksbahn von RWE Power rund tausend Kubikmeter Löss in Hambach an. In den vergangenen 40 Jahren hatte der Betrieb vor allem neuen Wald angelegt. Das Ergebnis: die weithin bekannte und ebenso weithin geschätzte Sophienhöhe.

Zu den großflächigen Aufforstungen kommen jetzt auch neue Äcker und Felder. Auf tausend Hektar Neuland werden nach und nach landwirtschaftliche Flächen angelegt. Den Startschuss dafür gaben die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken, der Vizepräsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands, Erich Gussen, Pfarrer Martin Trautner, der Bürgermeister von Niederzier, Hermann Heuser, sowie RWE Power-Vorstand Dr. Lars Kulik und Tagebauleiter Thomas Körber.

„Dass nunmehr das landesplanerische Ziel ,1000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche im Bereich des Tagebaus Hambach herstellen‘ umgesetzt wird, ist für die Landwirte in der Region und die anliegenden Kommunen von großer Bedeutung. Deshalb begrüße ich es sehr, dass ab dem heutigen Tag mit der Rekultivierung hochwertiger Flächen für die Landwirtschaft im Tagebau Hambach begonnen wird“, erklärte Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Künftig werden pro Jahr bis zu 1,2 Millionen Kubikmeter fruchtbarer Löss per Werksbahn aus dem Tagebau Garzweiler zum Tagebau Hambach transportiert. Dafür hat der Betrieb einen Lössbunker und eine bautechnisch anspruchsvolle Entladebrücke für die Bahn errichtet. In den kommenden Jahren wird der Löss von dort per Lkw innerbetrieblich zu den zukünftigen landwirtschaftlichen Flächen transportiert. Ab 2022 wird ein Aufnahmegerät den Löss vom Bunkerschiff auf Bandanlagen umschlagen, die ihn zu den Absetzern des Tagebaus befördern.

„Die Rekultivierung im Rheinischen Revier ist längst zu unserer Visitenkarte geworden“, erklärte RWE Power-Vorstand Dr. Lars Kulik. Mehr als 22.000 Hektar ehemaligen Tagebaugeländes seien bereits rekultiviert, davon über 8.000 Hektar für neue Wälder, Forsten und Grünzüge. Allein auf der Sophienhöhe wurden über zehn Millionen Bäume gepflanzt. Die Artenvielfalt sei nachweislich hoch. Lars Kulik: „Unter den fast 3.000 Tier- und Pflanzenarten sind 429 Rote-Liste-Arten.“

Die Rekultivierung verdanke ihren Erfolg der sehr guten Zusammenarbeit des Bergbaus unter anderem mit der Land- und Forstwirtschaft, der Wasserwirtschaft, den Behörden, vielen Hochschulen und den beauftragten Fachfirmen. Kulik betonte: „Nach dem Bergbau werden wir das Land so hinterlassen, wie wir es vor Jahrzehnten in den Planungen zugesagt haben. Darauf können Sie sich verlassen.“