Essen,
22
Dezember
2016
|
00:00
Europe/Amsterdam

Neues Nervensystem für RWE

Konzern führt innovative Technologie von SAP ein - Ordnung in der Datenflut: SAP-HANA-Plattform erleichtert die Arbeit

Was für den menschlichen Körper das Zentralnervensystem ist, ist für ein Unternehmen wie RWE die Datenverarbeitung, sei es in den kaufmännischen Bereichen oder in den Produktionsbetrieben: Beispielsweise kauft RWE jährlich Lieferungen und Leistungen im Wert von über 2,5 Milliarden Euro bei Firmen in ganz Europa ein. Die Materialwirtschaft für die zahllosen technischen Anlagen des Konzerns ist eine ganz dicke Stellschraube bei der Kostenoptimierung von Betrieb und Instandhaltung. Auch Steuern und Gebühren, Mieten und Verkaufserlöse, Liegenschaften und Fuhrpark sind mit Millionen Arbeitsgängen verbunden.

Von A wie Ausschreibung bis Z wie Zahlungsverkehr müssen die Kaufleute und Techniker mit der Zeit gehen, um die Flut der Daten zu lenken. Dazu setzt RWE seit Jahren Produkte von SAP ein. Jetzt hat RWE auf die SAP-HANA-Datenbank umgestellt und damit ihr Zentralnervensystem modernisiert. Zwölf Monate dauerte die Vorbereitung für die konzernweite Umstellung. Rund 200 Mitarbeiter wirkten mit. Das RWE System gehört zu den größten SAP-Systemen in Europa.

Schon im Vorfeld waren die Daten für die Migration aufgeräumt worden, um die Zeit des Datentransfers so kurz wie möglich zu halten. Programm-Manager Michael Baumeyer: „Wir haben zunächst Ballast abgeworfen.“ Der spannendste Augenblick des Systemwechsels war der Datentransfer: „Dieser Prozess lief automatisch ab. Für uns fühlte sich das an, wie auf ein Raumschiff zu warten, das nach Eintritt in die Atmosphäre auf die Erde zusteuert“, beschreibt Projektleiter Martin Roßberg die Spannung im Team – und die Erleichterung, als das „Raumschiff“ endlich gelandet war: „Zwölf Stunden eher als vorgesehen war die Datenmenge übertragen. Das Projekt war geglückt – und der Zeitplan mehr als eingehalten.“

„Uns ist nicht nur wichtig, dass die Systeme funktionieren. Wir wollen auch, dass Kolleginnen und Kollegen schneller und vernetzter arbeiten können“, berichtet Programm-Manager Baumeyer. Der Konzern wolle mit SAP HANA zunächst die technische Plattform schaffen, um neue Anforderungen in den Arbeitsabläufen überhaupt erfüllen zu können. So will RWE zum Beispiel in der Instandhaltung noch stärker von starren Fahrplänen auf eine zustandsbezogene Wartung übergehen. Das kann nur funktionieren, wenn IT-Lösungen Massendaten in Echtzeit verarbeiten können. Denn moderne technische Komponenten sind heute mit vielen Sensoren ausgestattet und können Informationen über ihren Zustand selbsttätig melden.

„Dieses Mehr an Daten, ihre Vernetzung über die SAP-HANA-Plattform und ihre schnelle Auswertung gibt den Technikern vor Ort neue Entscheidungshilfen bei Störungen und Reparaturen. Das spart unter anderem eine Menge Zeit. Denn die Techniker sitzen natürlich nicht vor einem lokalen PC oder Laptop, sondern sind meist im Betrieb unterwegs. Mobile Endgeräte helfen ihnen mit ihren Apps, die notwendigen Informationen ,just in time‘ vor Ort bereitzustellen“, erklärt Programm-Manager Michael Baumeyer von RWE.

Sein Kollege Martin Roßberg ergänzt: „Auch im kaufmännischen Bereich steht mit SAP HANA ein Bündel neuer Funktionen zur Verfügung. Damit können wir RWE-spezifische Entwicklungen der letzten 15 Jahre mit Standardfunktionalität ablösen und auch in dem Bereich Informationen besser vernetzen.

“Ein toller Erfolg für RWE und der Beginn der gemeinsamen Reise von RWE/SAP in das Echtzeitunternehmen der Zukunft auf Basis neuester SAP-Technologie, ergänzt SAP-Global Account Director Andreas Schäfer.