Lingen,
18
Januar
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Niedrige Temperaturen, hoher Strombedarf. Kraftwerke Lingen erreichen Rekordeinspeisung

Niedrige Temperaturen, hoher Strombedarf: Kraftwerke Lingen erreichen Rekordeinspeisung

Lingen, 18. Januar 2017

Erzeugungsrekord am RWE-Kraftwerksstandort Lingen: Erstmals seit Inbetriebnahme des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) vor sechs Jahren, der Modernisierung der Gasblöcke B und C sowie dem Einbau einer leistungsstärkeren Hochdruckturbine im Kernkraftwerk erzeugten alle Blöcke gestern zusammen mehr als 3.300 Megawatt Leistung. Die aktuell kalten Temperaturen hatten dabei gleich zwei Folgen: Zum einen ist der Strombedarf insgesamt gestiegen. Zum anderen wirken sich niedrige Kühlwassertemperaturen leistungssteigernd auf die Dampfturbinen und damit auf die maximale Stromerzeugung aus.

„Dieser Rekord zeigt, wie notwendig unsere Kraftwerke sind für eine sichere und zuverlässige Stromerzeugung in Deutschland. Denn es gibt immer wieder Phasen mit geringer regenerativer Erzeugung und gleichzeitig hoher Stromnachfrage", erläutert Dr. Jürgen Haag, Leiter des Kernkraftwerks. Sein Kollege Dr. Hans-Peter Flicke, Leiter des Erdgaskraftwerks, ergänzt: „Unsere modernen und flexiblen Kraftwerke sind wichtige Partner der Erneuerbaren. Wir produzieren, wenn Sonne und Wind schwächeln. Wenn diese aber voll ins Stromnetz einspeisen, fahren wir unsere Leistung zurück." Flicke verdeutlicht: „Deshalb brauchen wir in Deutschland dringend ein Marktdesign, das permanente Einsatzbereitschaft und Flexibilität konventioneller Kraftwerke honoriert. Ein Kapazitätsmarkt bietet hierfür die besten Voraussetzungen, um die zur Versorgungssicherheit benötigte Kraftwerksleistung auch wirtschaftlich betreiben zu können und die Kosten möglichst niedrig zu halten."