19
August
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

Plantage wird zu Ackerland

RWE Power fällt Pappeln auf einer Versuchsfläche für Energieholz

Forstarbeiter roden nächste Woche im Auftrag von RWE Power eine 21 Hektar große Pappel-Plantage auf dem Gelände des rekultivierten Tagebaus Bergheim. Die jetzt fünf bis sechs Jahre jungen Bäumchen sind Teil eines Anbauversuchs für Energieholz. Sie sollten schnell heranwachsen, um Holz für die Mitverbrennung in fossil befeuerten Kraftwerken zu liefern. Die freigemachte sogenannte Kurzumtriebsplantage soll wieder den Landwirten zur Verfügung stehen.

„Trotz erheblicher Standortgunst, was die Bodenqualität angeht, haben die Pappeln nicht den erwarteten Ertrag geliefert. Daher soll die Fläche wieder der Erwerbslandwirtschaft dienen, die diesen Standort deutlich erfolgreicher nutzen können wird“, berichtet Werner Sihorsch, Leiter der Rekultivierung von RWE Power.

Die Fläche liegt, vom Bergheimerdorf gesehen, direkt hinter der Herrstraße und dem früheren, bewaldeten Lärmschutzwall in einem für landwirtschaftliche Zwecke geplanten Teil der Rekultivierung. Entsprechend waren die Pappeln nie zur Begründung eines Waldes vorgesehen, sondern als Feldholzkultur für eine Ernte schon nach wenigen Jahren. Die Forstarbeiter werden die Bäumchen mit Motorsägen fällen, zusammenfahren und dann mit einem Großhacker zu Hackschnitzeln verarbeiten.