Köln/Essen,
15
März
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

RWE Power AG

Power-Kollegen stiften Geld

  • Spendenübergaben in Langerwehe

Wie kommen behinderte Menschen von A nach B? In der Regel werden sie von Familienangehörigen oder Taxidiensten gefahren und begleitet. Das fördert nicht gerade die Selbstständigkeit der Leute. Und unnötig ist es auch, wenn ihnen mit ein bisschen Training weitergeholfen würde.

Dafür sorgen jetzt indirekt die Kolleginnen und Kollegen aus dem Tagebau Inden: Mit Geld aus der Stiftung „RWE-Mitarbeiter für das Indeland“ bezahlt der Aachener Verein „Zwischen uns“ eine professionelle Helferin. Sie soll behinderte Frauen eine Zeitlang auf dem Weg zur Arbeit begleiten, bis sie alleine zurechtkommen. Laura Stoll, Diana Lennartz und Lena Sobic wohnen im Raum Düren und arbeiten in einem gemeinnützigen Geschäft des Vereins in Aachen. Für den Arbeitsweg von und zur „Filzblüte“, wie der Laden heißt, nutzen sie Bahn und Bus und werden von Angehörigen begleitet.

„Gelingt es, den Weg zur Arbeit eigenständig zu bewältigen, so wird den drei Mitarbeiterinnen ein deutliches Mehr an Selbstwertgefühl zuteil, da sie dann tagsüber ein Leben wie jeder andere werktätige Mensch führen“, berichtete Vereinschef Jan Rossel (im Bild rechts) am Montag in Langerwehe. Dort nahm er von den Betriebsratsmitgliedern des Tagebaus Inden, Ralf Reisgen und Harald Louis (im Bild links), und von Betriebsleiter Andreas Wagner (6. v. l.) eine Spende über 5.000 Euro entgegen. Mit dabei: Udo Nießen (2.v.r.) aus Eschweiler; er war gleichzeitig Spender und Empfänger bei dem Termin: Denn er ist hauptberuflich Fahrsteiger für den Großgeräteeinsatz im Tagebau und ehrenamtlich Kassenwart von „Zwischen uns“. Udo Nießen meinte, das Projekt „Unterwegs durch das Indeland – auf dem Weg in die Selbstständigkeit" passe sehr gut zum Zweck der Stiftung, die ja ebenfalls sozial ausgerichtet sei.

Der Aachener Verein ist vor zehn Jahren aus einer Initiative von Eltern und Lehrern der behinderten Leute hervorgegangen. Die Stiftung wiederum ist aus dem früheren „Direktionstopf“ des Tagebaus Inden hervorgegangen. Er enthielt Geld für Prämien, die an besonders verdiente Mitarbeiter ausgezahlt werden sollten. Darüber hatten Betriebsleitung und Arbeitnehmervertretung zu entscheiden. Sie beschlossen aber später, den „Direktionstopf“ in eine gemeinnützige Stiftung umzuwandeln. Deren Mittel werden treuhänderisch von Jens Bröker verwaltet, dem Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH in Düren (4. v. l.).