Köln,
27
August
2017
|
18:21
Europe/Amsterdam

Proteste im rheinischen Braunkohlenrevier bisher ohne größere Auswirkungen auf Betriebe

RWE Power ist erleichtert, dass die Proteste vom Wochenende im rheinischen Braunkohlenrevier ganz überwiegend friedlich verlaufen sind. Zu einer funktionierenden Gesellschaft gehört die Auseinandersetzung in der Sache – innerhalb der demokratischen Spielregeln. Das Recht auf freie Meinungsäußerung auch im Rahmen legaler Demonstrationen ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Für das Unternehmen stand sowohl im Vorfeld als auch während der Proteste die Deeskalation im Vordergrund, um gewaltsame Auseinandersetzungen und eine Gefährdung von Menschen zu vermeiden.

Mit großem Respekt hat RWE Power den professionellen und umsichtigen Einsatz aller öffentlichen Stellen verfolgt. Sehr erfreulich war der Zuspruch aus der Region auch während dieser Zeit. Ein besonderer Dank gilt den eigenen Mitarbeitern und Partnerfirmen, die in einer für sie schwierigen Situation besonnen dafür gesorgt haben, die Stromerzeugung auch an diesem Wochenende weiter verlässlich zu gewährleisten. Die widerrechtlichen Gleisblockaden hatten lediglich kurzfristig dazu geführt, dass die Kraftwerksleistung im rheinischen Braunkohlerevier über einige Stunden um rund 6 % (rund 600 Megawatt) abgesenkt werden musste. RWE Power hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass das Eindringen in Produktionsstätten und andere strafbare Handlungen gegen das Unternehmen und seine Anlagen straf- und zivilrechtlich verfolgt werden.

In der Sache betont RWE die Rolle der Braunkohle für Versorgungssicherheit. In Nordrhein-Westfalen kommen über 40 Prozent des Stroms aus Braunkohlenkraftwerken. Die Anlagen sind so flexibel, dass die schwankende Einspeisung der Erneuerbaren Energien ausgeglichen werden kann. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Zur Reduktion der CO2-Emmissionen hat RWE bereits 2015 einen klaren Fahrplan aufgelegt, der mit den europäischen Klimaschutzzielen für 2050 in Einklang steht. Allein bis 2030 werden die CO2-Emissionen aus der Braunkohlenstromerzeugung um 40 bis 50 % zurückgehen; das ist auch im Vergleich mit anderen Bereichen beispielhaft. Diese Fakten sollten nach Auffassung des Unternehmens in der aktuellen Diskussion um die Energieversorgung nicht ausgeblendet werden. Trotz der Proteste darf zudem nicht außer Acht lassenwerden, dass die vielen Beschäftigten in der Braunkohle heute und in Zukunft einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit der deutschen Industriegesellschaft leisten.