18
Juni
2013
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00:00
Europe/Amsterdam

Revision startet: RWE Generation investiert 40 Millionen Euro in Kraftwerksstandort Ibbenbüren

1.200 Mitarbeiter von 90 Partnerfirmen meist aus NRW und der Region im Einsatz

Mehr als 1.350 Arbeitsaufträge mit über 3.500 Vorgängen, 90 beauftragte Firmen, bis zu 1.200 Beschäftigte und ein Invest von 40 Millionen Euro: Am Freitag startet das Steinkohlenkraftwerk Ibbenbüren der RWE Generation seine große Revision. Ein Schwerpunkt der knapp dreimonatigen Arbeiten liegt auf der Flexibilisierung der Anlage. „Das ist wichtig, weil die Schwankungen bei der Stromeinspeisung durch den Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen weiter zunehmen. Darauf muss unser Kraftwerk schnell reagieren können. Durch die Modernisierungen richten wir unsere Anlage auf die veränderten Marktanforderungen weiter aus“, erklärt Kraftwerksleiter Hartmut Frank. Ein wesentliches Arbeitspaket in der Revision ist zudem der Austausch des Maschinen-transformators. Über diese Komponente wird das Kraftwerk mit dem europäischen Höchstspannungsnetz verbunden. Anfang September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bereits 2009 hat ein Kraftwerksteam mit der Detailplanung begonnen und erste Aufträge vergeben – von der 12 Millimeter kleinen Dichtung bis zum 500 Tonnen schweren Trafo. Ab Freitag heißt es dann im Kraftwerk Prüfen, Reparieren oder Austauschen. Um den reibungslosen Ablauf der Revision zu gewährleisten, wurde auf dem Kraftwerksgelände eine Zeltstadt mit Spinden, Besprechungs- und Pausenräumen aufgestellt. Verpflegung für die in der Spitze mehr als 1.200-köpfige Mannschaft gibt es in einem 1.375 Quadratmeter großen Zelt. Besonderes Augenmerk wird auf die Arbeitssicherheit gelegt. Jeder Mitarbeiter beauftragter Firmen erhält eine umfangreiche Sicherheitsbelehrung. Grundlagen der Arbeitssicherheit werden in zahlreichen Sprachen an speziellen PC-Terminals abgefragt, bevor die Arbeiten im Kraftwerk überhaupt erst aufgenommen werden dürfen. Insgesamt nimmt RWE rund 40 Millionen Euro für die Revision in die Hand; 8 Millionen davon fließen an Firmen in der Region.

Seit 2009 wurden damit rund 250 Millionen Euro am Kraftwerksstandort Ibbenbüren investiert. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Wir verstehen uns als Partner der Region und bevorzugen daher bei gleichwertigen Angeboten Betriebe aus dem direkten Umfeld des Standortes“, so Frank. Durch Modernisierungsmaßnahmen ist die Anlage kontinuierlich optimiert worden. Dabei konnte der Wirkungsgrad bisher von 37,7 auf 40,3 Prozent gesteigert werden. Heute verfügt das Kraftwerk über eine Leistung von 838 Megawatt.