19
Juni
2017
|
16:36
Europe/Amsterdam

RWE bildet bis 2019 jährlich 35 junge Leute mehr aus

  • Ausgelernte Azubis haben noch bessere Chancen auf Übernahme

  • Konzept „Nachwuchssicherung“ ist kostenneutral

 

Die konventionelle Stromerzeugung befindet sich wegen anhaltend niedriger Großhandelsstrompreise unverändert in einem schwierigen Marktumfeld. Vor dem Hintergrund des Marktdrucks hält das Unternehmen weiterhin an seiner Kostendisziplin und seinen Einsparprogrammen fest. Zu dieser Zukunftssicherung des Unternehmens gehört auch eine verantwortungsbewusste Personalplanung. Im Rahmen eines systematischen Konzepts zur Nachwuchssicherung will RWE die qualifizierte Ausbildung stärken und jungen Mitarbeitern die Chance auf eine unbefristete Einstellung eröffnen. „Durch gezielte Nachwuchssicherung wollen wir Personalabgänge auf der Zeitachse abfedern. Ganz im Sinne unseres Leitmotivs ,Zukunft. Sicher. Machen.‘ wollen wir jungen Menschen eine Perspektive geben und uns gleichzeitig auch operativ und qualifiziert verstärken“, erklärt Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation. Die mit dem Konzept verbundenen Mehraufwendungen werden durch Einsparungen in den beteiligten Betrieben und Bereichen vollständig aufgefangen.

Im Rahmen der Nachwuchssicherung wurde zunächst der erforderliche Einstellungsbedarf in den nächsten Jahren quantitativ und mit Blick auf die notwendige Qualifikation ermittelt. „Wir setzen insbesondere auf unsere anerkannt gute Ausbildung“, betont Arbeitsdirektor Erwin Winkel. „Allein für das rheinische Revier haben wir aktuell beschlossen, etwa 360 unbefristete Einstellungen bis 2019 vorzunehmen. Weitere rund 30 kommen in unseren Kundenkraftwerken hinzu. Diese Stellen wollen wir zum allergrößten Teil mit eigenen Auszubildenden besetzen. Darüber hinaus suchen wir auch weitere Fachleute auf dem Arbeitsmarkt.“ Zur Sicherung des Nachwuchses werden somit 2018 und 2019 jeweils 35 junge Leute mehr ausgebildet, für die zunächst auch ein neuer Ausbilder eingesetzt wird. Die Gesamtzahl der Auszubildenden bei RWE beträgt derzeit über 560. Winkel weiter: „Wir wollen auch das Know-how der ausscheidenden Mitarbeiter wir für das Unternehmen sichern – beispielsweise durch Mentorenprogramme.“

„Die Stärkung des Nachwuchses bei gleichzeitiger Einbeziehung der erfahreneren Kolleginnen und Kollegen ist gut für uns und für unser Umfeld“, findet Leonhard Zubrowski, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RWE Generation. „Durch Übernahmen und unbefristete Einstellungen entlasten wir den Arbeitsmarkt – und bieten jungen Menschen eine stabile Zukunftsperspektive.“ Sein Kollege Harald Louis, Gesamtbetriebsratsvorsitzender derRWE Power, ergänzt: „Als Betriebsräte haben wir uns seit geraumer Zeit dafür eingesetzt, dass wir unseren jungen Kolleginnen und Kollegen unmittelbar nach der Ausbildung bereits durch unbefristete Übernahmen eine berufliche Perspektive bei RWE bieten können. Mit der jetzigen Entscheidung machen wir unser Unternehmen einmal mehr zu einem attraktiven Arbeitgeber.“