21
Februar
2014
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00:00
Europe/Amsterdam

RWE Generation: Kraftwerk Bochum arbeitet seit zehn Jahren unfallfrei

An der Wohlfahrtstraße werden jährlich 400 Millionen Kilowattstunden Fernwärme produziert

Auf ein besonderes Ereignis können die Mitarbeiter des Kraftwerks Bochum der RWE Generation in diesen Tagen zurückblicken: zehn Jahre unfallfreier Betrieb an der Wohlfahrtstraße. „Unser oberstes Ziel ist, dass jeder Mitarbeiter so gesund nach Hause geht, wie er gekommen ist. Das gilt für unsere eigene Mannschaft in gleicher Weise wie für Partnerfirmenmitarbeiter. Für alle Kollegen am Standort ist Arbeitssicherheit eine Selbstverständlichkeit. Unsere umfangreichen Arbeitsschutzmaßnahmen sind längst fester Bestandteil der Arbeitsabläufe geworden“, betont Hans Dieter Ritter, Leiter der Kraftwerke Bochum und Dortmund. Das Ergebnis: 3.650 Tage ohne Unfall.

Arbeitssicherheit ist eines der Topziele bei RWE Generation: Die LTIF-Quote – das ist die Zahl der Unfälle mit mehr als einem Tag Ausfallzeit pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden – lag 2012 für das gesamte Unternehmen bei 2,6. Im vergangenen Jahr fiel sie mit einem Wert von 2,2 noch geringer aus; deutlich unter Branchendurchschnitt. 

Das Kraftwerk Bochum ist vollautomatisiert, es wird von der zentralen Leitwarte im Kraftwerk Dortmund gesteuert. Zwölf Mitarbeiter kümmern sich vor Ort in Bochum um Instandhaltung von technischen Einrichtungen und der Fernwärmeleitungen. Dabei werden sie von rund 50 Partnerfirmen aus der Region unterstützt. Die müssen sich schon bei der Auftragsvergabe den Regeln der Arbeitssicherheit verpflichten. Die Anlage sichert mit fünf gasgefeuerten Kesseln, die über eine Gesamtwärmeleistung von 300 Megawatt verfügen, die Fernwärmeversorgung des Opelwerks 1, der Ruhruniversität Bochum und der Universitäts-Wohnstadt. Mehr als 400 Millionen Kilowattstunden werden pro Jahr in die Fernwärmenetze eingespeist und darüber hinaus bis zu 90 Millionen Kilowattstunden Strom in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. 

Das Kraftwerk, das 1905 für die Zeche Prinz Regent errichtet wurde, hat bereits 1951 den ersten Kunden mit Fernwärme versorgt. 1962 erfolgte der Ausbau zu einem Heizkraftwerk, ehe 1996 die letzten Kohlekessel stillgelegt wurden. 2003/2004 hat die Anlage, die jetzt hauptsächlich nach dem energiesparenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird, eine neue Turbine und eine komplett neue Leittechnik erhalten.