Essen,
14
August
2019
|
07:00
Europe/Amsterdam

RWE AG

Sehr gutes operatives Ergebnis im ersten Halbjahr gibt RWE Rückenwind für die Transaktion mit E.ON

  • Deutliche Ergebnisverbesserung: Bereinigtes EBITDA für „RWE stand-alone“ wächst um rund 20 %, bereinigtes Nettoergebnis um über 30 %
  • Umsetzung der Transaktion mit E.ON im September erwartet
Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender von RWE
Das operativ starke Ergebnis gibt uns Rückenwind für die nächsten Monate. Die werden zu den spannendsten Momenten unserer Unternehmensgeschichte gehören. Denn RWE wird bald eine „neue RWE“ sein: international und mit einem klaren Fokus auf Erneuerbare Energien und Speicher. In einem globalen Markt werden wir zu den führenden Stromproduzenten bei Erneuerbaren Energien gehören. Darauf freuen wir uns schon heute!
Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender von RWE

RWE hat das 1. Halbjahr 2019 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Für „RWE stand-alone“ wurde von Januar bis Juni ein bereinigtes EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1.372 Mio. € erzielt; im Vorjahreszeitraum waren es 1.140 Mio. €. Das bereinigte Nettoergebnis erreichte 914 Mio. € nach 683 Mio. € im ersten Halbjahr 2019. Das gute Abschneiden ist vorrangig auf eine starke Handelsperformance zurückzuführen.

Vor diesem Hintergrund hatte das Unternehmen bereits am 30. Juli seine Prognose erhöht: Für das Gesamtjahr 2019 erwartet RWE nunmehr ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,4 und 1,7 Mrd. € (bisher zwischen 1,2 und 1,5 Mrd. €) und ein bereinigtes Nettoergebnis zwischen 500 und 800 Mio. € (bisher 300 bis 600 Mio. €). RWE bestätigt den Ausblick für die Dividende: Sie soll für 2019 von 0,70 € auf 0,80 € angehoben werden.

In den kommenden Wochen liegt der besondere Fokus auf der Transaktion mit E.ON. Die Umsetzung wird im September erwartet. Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender derRWE AG, betont: „Der Rahmen für die künftige RWE Renewables ist definiert, wir haben die Führungsmannschaft benannt und die Integration im Rahmen der kartellrechtlichen Möglichkeiten ist vorbereitet. Wir sind startklar!“

Mit der Transaktion wird RWE zum zweitgrößten Offshore-Windparkbetreiber und gehört dann zu den global führenden Erzeugern von Erneuerbarer Energie. Das Portfolio Erneuerbarer Energien unter dem Dach von RWE wird rund 9 Gigawatt umfassen. Für den weiteren Ausbau des Geschäfts stellt RWE jedes Jahr 1,5 Mrd. € netto bereit.

Segment Braunkohle & Kernenergie: Operativ leicht über Vorjahr

Im 1. Halbjahr 2019 erzielte das Segment Braunkohle & Kernenergie ein bereinigtes EBITDA von 172 Mio. €. Es lag, trotz einer geringeren Stromproduktion, leicht über dem Vorjahreswert von 167 Mio. €. Die geringere Auslastung der Anlagen wurde durch höhere Großhandelspreise kompensiert. Für das Gesamtjahr geht RWE unverändert von einem bereinigten EBITDA zwischen 300 und 400 Mio. € aus.

Segment Europäische Stromerzeugung: Im Rahmen der Erwartung

Das bereinigte EBITDA im Segment Europäische Stromerzeugung erreichte 99 Mio. € nach 196 Mio. € im Vorjahreshalbjahr. Revisionsbedingte Anlagenstillstände und ungünstige Marktbedingungen für Steinkohlekraftwerke führten zu einer deutlich geringeren Erzeugung. Hinzu kamen ein schwächeres Ergebnis aus der kommerziellen Optimierung und fehlende Kapazitätsprämien für die britischen Kraftwerke. Die durch den niedrigen Gaspreis bedingte gestiegene Nachfrage bei den Gaskraftwerken konnte den Mengenrückgang teilweise kompensieren. Für 2019 erwartet RWE für das Segment ein EBITDA am unteren Ende der prognostizierten EBITDA-Bandbreite von 250 bis 350 Mio. €.

Segment Energiehandel: Ungewöhnlich gute Performance

Das Segment Energiehandel hat im 1. Halbjahr mit einem bereinigten EBITDA von 434 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 101 Mio. €) ungewöhnlich gut abgeschnitten. Der Zuwachs resultiert vorrangig aus einem sehr guten Handelsgeschäft. Auch das Gas- und LNG-Geschäft lieferte hohe Ergebnisbeiträge. Zudem entfielen Belastungen aus dem Vorjahr. Angesichts der positiven Entwicklung hebt RWE die Prognose für das Segmentergebnis an und erwartet jetzt einEBITDA deutlich über dem oberen Ende des bisherigen Korridors von 100 bis 300 Mio. Euro.

innogy: Dividende im 2. Quartal zugeflossen

Von der Noch-Finanzbeteiligung innogy SE hat RWE im Mai die Dividende erhalten. Detailszur Ertragslage hat innogy anlässlich der Berichterstattung für die ersten sechs Monate 2019am 9. August veröffentlicht.

Entwicklung der Nettoverschuldung wie erwartet

Die unmittelbar RWE zurechenbaren Nettoschulden lagen zum 30. Juni 2019 bei 4,7 Mrd. € und damit um rund 2,4 Mrd. € höher als zum 31.12.2018. Im Wesentlichen liegt das an einem Vorzieheffekt. Im Vorjahr führten Commodity-Preisveränderungen zu hohen Margin-Zuflüssen und damit zu einem überdurchschnittlichen Rückgang der Nettoschulden. Dieser Effekt gleicht sich nun, wie erwartet, teilweise wieder aus.

Hinzu kamen die Rückzahlung der im März gekündigten Hybridanleihe über 750 Mio. £, höhere Rückstellungen und die Dividendenausschüttung Anfang Mai.

Finanzvorstand Dr. Markus Krebber unterstreicht: „Unsere Halbjahresbilanz zeigt: RWE ist gut in Form. Wir sind operativ profitabel, haben in den vergangenen Jahren konsequent Kosten reduziert und unsere Finanzlage kontinuierlich verbessert. Das ist eine sehr gute Basis, um die Herausforderungen der Zukunft in Angriff zu nehmen.“

Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen finden Sie hier:

- Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2019

- Eckdaten zum 1. Halbjahr 2019

- Rede zur Pressetelefonkonferenz

- Chartpräsentation zur Investoren- und Analysten-Telefonkonferenz

- Videointerview mit Dr. Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG

Hinweis zur RWE-Finanzberichterstattung

Die Darstellung der Finanzbeteiligung innogy als vollkonsolidierte Gesellschaft im Konzernabschluss ist Mitte 2018 entfallen. Das Segment heißt seitdem „Fortgeführte innogy-Aktivitäten“. Es enthält die Teile des Unternehmens, die langfristig im RWE-Konzern verbleiben. Dies betrifft das Erneuerbaren-Geschäft, die Gasspeicher sowie die Beteiligung an der österreichischen Kelag. Die übrigen Teile von innogy, die auf E.ON übergehen, werden bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ klassifiziert. Nicht enthalten sind im aktuellen Konzernabschluss das Geschäft des Bereichs Erneuerbare Energien von E.ON als auch die Dividende, die RWE aus der künftigen Beteiligung an E.ON zufließen wird. Die Minderheitsanteile an den Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland, die RWE von E.ON übernehmen wird, sind ebenfalls nicht abgebildet.

Aufgrund der Transaktion mit E.ON hat RWE die Finanzberichterstattung für den Konzern gemäß der Internationalen Standards für Rechnungslegung (IFRS) zum Halbjahr 2018 angepasst. Die konsolidierten Kennzahlen für den RWE Konzern sind deshalb nur noch begrenzt aussagefähig. Der Fokus liegt auf den Kennzahlen von „RWE stand-alone“. Sie umfassen die Kerngeschäftsfelder Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung und Energiehandel zuzüglich der innogy-Dividende. Diese Kennzahlen nutzt das Unternehmen zur Steuerung des operativen Geschäfts und zur Festlegung der Dividende für seine Aktionäre.

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