Lingen,
23
Mai
2018
|
07:52
Europe/Amsterdam

RWE Nuclear GmbH

RWE investiert rund 19 Millionen Euro bei Revision mit Brennelementewechsel im Kernkraftwerk Emsland

Newsfacts:
  • Unterstützung durch zusätzliche 1.200 Mitarbeiter

Am 25. Mai wird das Kernkraftwerk Emsland zu seiner 30. Anlagenrevision planmäßig vom Netz genommen. In der rund zweieinhalb Wochen dauernden Revisionsphase werden nach aktueller Planung etwa 2.600 Arbeitsvorhaben mit 4.800 Einzelarbeitsaufträgen durchgeführt. Das Investitionsvolumen liegt mit rund 19 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Während des abgelaufenen Betriebsjahres hat das Kraftwerk rund dreieinhalb Millionen Haushalte sicher und zuverlässig zu jeder Tages- und Nachtzeit flexibel mit Strom versorgen. Dazu produzierte das Kraftwerk rund 10,8 Milliarden Kilowattstunden klimafreundlichen Strom. „Damit wir auch zukünftig Garant für die Versorgungssicherheit im Norden sind, machen wir mit der Revision unser Kraftwerk fit für den nächsten Produktionszyklus", erläutert Kernkraftwerksleiter Wolfgang Kahlert.

Zeitaufwendigste Projekte während der Revision werden die Arbeiten am Reaktorkühlsystem und der Brennelementewechsel sein, bei dem 40 frische Uran-Brennelemente in den Reaktorkern eingebracht werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Revisionsarbeiten sind die Prüfung der Reaktorkerneinbauten sowie die turnusmäßige Inspektion einer der vier Hauptkühlmittelpumpen. Zu den knapp 870 wiederkehrenden Prüfungen auf dem Revisionsprogramm gehören zerstörungsfreie Werkstoffprüfungen mittels Ultraschallmessungen an Armaturen und Schweißnähten von Rohrleitungen sowie Farbeindringprüfungen. Für Kraftwerksleiter Wolfgang Kahlert steht bei allen Tätigkeiten die Arbeitssicherheit ganz oben: „Wir haben einen Übungsparcours aufgebaut an dem typische Arbeitsaufträge mit Gefahrenpotential vorgestellt werden. Wir möchten, dass alle Kolleginnen und Kollegen so gesund nach Hause gehen, wie sie auf die Anlage gekommen sind." Alle Arbeiten werden von etwa 50 Sachverständigen im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums prüfend begleitet und überwacht. „Nach sorgfältigem Abschluss aller Maßnahmen wollen wir das Kraftwerk voraussichtlich Mitte Juni wieder mit dem Netz synchronisieren", erklärt Kahlert.

Rund 1.200 externe Facharbeiter und Spezialisten unterstützen das Kraftwerkspersonal während der Revision. Darunter sind auch Partnerfirmen-Mitarbeiter aus der Region Emsland/Grafschaft Bentheim. Besonders während einer Revision profitiert die lokale Wirtschaft vom Kraftwerk: Fremdfirmenmitarbeiter übernachten in den Hotels und auch die Kantine des Kraftwerks benötigt deutlich mehr frische Produkte aus der Region.