Essen,
02
Februar
2018
|
11:01
Europe/Amsterdam

RWE-Neuheit auf der E-world: „Contract Wizard“ erstellt Kunden-Lieferverträge nach Baukastenprinzip

Fokus liegt auf Angeboten zur Optimierung von Handel, Beschaffung, Portfolio- und Anlagenmanagement

Der speziell auf die Bedürfnisse von Stadtwerken zugeschnittene digitale Vertragsassistent „Contract Wizard“ ist eine der Neuheiten rund um Energie- und Energieanlagen-Management, die RWE Supply & Trading in diesem Jahr auf der E-world vorstellt.

Die Angebote der Essener Spezialisten für Handel und kommerzielle Anlagenoptimierung ermöglichen es Kunden, komplexe Geschäftsabläufe kostensparend zu vereinfachen und zusätzliche Einnahmen aus bestehenden Anlagen zu erzielen. Damit können Kooperationspartner, Stadtwerke und Industriekunden dem zunehmenden Margen- und Kostendruck im Bereich Handel, Beschaffung, Portfolio- und Anlagenmanagement ideal begegnen und sich voll auf die Betreuung ihrer Kunden fokussieren.

„Contract Wizard“: Der Online-Baukasten für Stromlieferverträge

Den neuen Vertragsassistenten „Contract Wizard“ hat RWE speziell auf die Bedürfnisse von Stadtwerken zugeschnitten. Online lassen sich Lieferverträge für große B2B-Kunden erstellen – einfach und flexibel dank eines Baukastenprinzips basierend auf Musterverträgen auf neuestem rechtlichen Stand. „Über den ,Contract Wizard‘ können wir für komplexe Produkte über einen gesicherten, digitalen Prozess eine Lieferkette erzeugen – von uns über ein Stadtwerk bis zum Endkunden“, so Hendrik Niebaum, bei RWE Supply & Trading für die Betreuung der Industriekunden und Stadtwerke zuständig. RWE übernimmt die komplette Abwicklung inklusive Aktualisierung der Verträge, bis hin zum Portfoliomanagement und der Beschaffung deutlich kostengünstiger, als die meisten Marktteilnehmer es selbst können. „Unser Kunde kann sich voll auf das fokussieren, was zählt: seine Endkundenbeziehung. Dies ist ideal in einem Markt, in dem nur noch die wenigsten Anbieter eine komplette B2B-Produktpalette und entsprechendes Portfoliomanagement leisten können“, berichtet Niebaum.

Stundenscharfe Bewirtschaftung von Erdgas-Röhrenspeichern

Gasversorgern präsentiert RWE zusammen mit ihrem Vertriebspartner KoM-Solution neue Möglichkeiten, das Potenzial ihrer Erdgas-Röhrenspeicher besser zu nutzen. Röhrenspeicher werden vorrangig dafür verwendet, Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Gasmengen angeschlossener Kraftwerke zu kompensieren und so hohe Kosten für Schwankungen zu vermeiden. Solche Szenarien treten selten und unregelmäßig auf und die bewegten Mengen sind in der Regel gering. Daher sind Röhrenspeicher die meiste Zeit ungenutzt. Für die Optimierungslösung von RWE und KoM-Solution werden Röhrenspeicher und Kraftwerk voneinander getrennt und das Kraftwerk direkt von RWE bewirtschaftet.Die Auslastungsprognose und die tatsächlichen Verbräuche der Gasmotoren im Kraftwerk laufen in Echtzeit bei RWE ein, von wo aus ein System die Mengendifferenzen stundenscharf am RWE-Gasportfolio regelt. Bei Bedarf wird Gas zugeleitet oder entsprechend eingespeichert. „So trifft das Unternehmen die Stundenmengen und damit auch die Tagesmenge exakt“, freut sich Ingmar Schaaf, Leiter des Bereichs Short Term Gas Portfolio Management bei RWE Supply & Trading. Beim Kunden fallen keine Kosten mehr für Ausgleichsenergie an und seine Gasmotoren bleiben flexibel.

Notstromaggregate und USV-Batterien verdienen Geld

Mit einer weiteren Neuheit erschließt RWE neue Zielgruppen: insbesondere Rechenzentren, Krankenhäuser sowie Versicherungen und Banken, die Notstromaggregate und USV-Batterien vorhalten, um jederzeit ihre unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten. Normalerweise kommen diese Anlagen nur im Notfall zum Einsatz. „Das ist ineffizient, denn bei smarter Steuerung können Besitzer mit ihren Notstromaggregaten und USV-Batterien Netzkosten reduzieren und Erlöse erzielen, indem sie Kapazitäten für das Stromnetz bereit stellen“, so Bart Beljaars. Beljaars leitet bei RWE Supply & Trading den Bereich für das kommerzielle Anlagenmanagement. Gemeinsam mit der Firma Riello Power Systems hat RWE das USV-Batterie-System Master+ entwickelt. Dieses kann am Regelleistungs­markt schwankende Einspeisungen der erneuerbaren Energien abfedern. Betreiber von Rechenzentren erhalten ein Gesamtpaket mit größerer Speicherkapazität und integriertem Batteriemanagementsystem. Master+ ist mit Fernwirk-Technik ausgestattet und darüber mit dem RWE Einsatzzentrum verbunden. Auch Notstromaggregate rüstet RWE mit spezieller Fernwirk-Technik nach, damit diese auf Abruf Kapazität für den Markt bereitstellen können, dabei aber weiterhin höchste Sicherheit gewährleisten. Im Notfall steht die Anlage selbstverständlich für die Notstromversorgung zur Verfügung. Mit Hilfe der sogenannten Flex2Market-Box von RWE wird der erzeugte Strom und die Vorhaltung der Kapazität vermarktet. „Anlagen mit einer Leistung von insgesamt mehr als 1.200 Kilowatt beziehungsweise 1.500 Kilovoltampere steuert die Box so an, dass ihre Leistung zur Netzstabilisierung bereitsteht und auch für die dezentrale Einspeisung sowie Spitzenlastkappung eingesetzt werden kann", so Beljaars. „So werden die Aggregate der Kunden ganzheitlich optimiert, um den maximalen Profit zu erzielen.“

Auf der Messe „E-world energy & water“ in Essen kann sich jeder Interessent über diese und weitere Produkte und Lösungen informieren und sich vom 6. bis 8. Februar in Halle 3,Stand 3-235, von den RWE-Experten beraten lassen. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter www.rwe-services.com.

Downloads