Essen,
22
Juni
2017
|
13:37
Europe/Amsterdam

RWE plant einmalige Sonderdividende von 1 Euro je Aktie

Der Vorstand der RWE AG plant im Zusammenhang mit der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer die Ausschüttung einer einmaligen Sonderdividende in Höhe von 1 Euro je Aktie an die Aktionäre. Hintergrund dieser Überlegungen, die heute auch im Aufsichtsrat beraten wurden, war die Mitteilung des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juni, wonach die sogenannte Brennelementesteuer verfassungswidrig war und rückwirkend für nichtig erklärt wurde. Die Rückerstattung der Steuer beträgt für RWE rund 1,7 Mrd. Euro. Rolf Martin Schmitz, CEO der RWE AG, betont: „Wir wissen, dass wir unseren Anteilseignern mit der zweimaligen Aussetzung der Dividende für Stammaktien in den letzten beiden Jahren viel zugemutet haben. Dass wir nun einen Teil der Steuerrückerstattung auch an unsere Aktionäre ausschütten wollen, halten wir für fair und angemessen.“

Die Ausschüttung der einmaligen Sonderdividende soll der Hauptversammlung am 26. April 2018 im Zusammenhang mit der Feststellung des Jahresabschlusses für 2017 vorgeschlagen werden. Die Zahlung soll zusätzlich zu der für 2017 angestrebten Dividende in Höhe von 50 Cent erfolgen. Bei insgesamt 614,7 Mio. RWE Aktien, darunter 39 Mio. Vorzugsaktien, beläuft sich die geplante Sonderausschüttung auf rund 615 Mio. Euro. „Die überwiegenden Mittel aus der Rückerstattung der Steuer wollen wir zur Stärkung der Finanzkraft unseres Unternehmens nutzen“, so Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG.

Auf die operative Ergebnisprognose des Unternehmens wird die Steuerrückerstattung keine Auswirkungen haben, da die Erfassung im neutralen Ergebnis erfolgt. Die Steuer war seit 2011 erhoben worden und am 31. Dezember 2016 ausgelaufen.