Köln,
18
Juli
2018
|
17:07
Europe/Amsterdam

RWE Power investiert Millionen in die Logistik der Veredlung

Neue Lagerfläche bietet Platz für 40.000 Paletten

RWE Power hat auf dem Gelände der Fabrik Frechen zusätzlichen Platz für die Zwischen­lagerung von Briketts geschaffen: Auf der neuen „Lagerfläche Nord“ können 40.000 Europaletten mit Briketts untergebracht werden. Von dort aus werden die etwa pfundschweren Energiepakete, zu 10- oder 25-Kilo-Paketen gebündelt, nach ganz Europa geliefert. Das Projekt ist Teil eines Umbaus in der Veredlungslogistik der Rheinbraun Brennstoff GmbH, einer Tochter der RWE Power AG. Frechens Bürgermeisterin Susanne Stupp, der katholische Pfarrer Christoph Dürig, Power-Vorstandsmitglied Dr. Lars Kulik und Spartenleiter Karl-Heinz Stauten nahmen die neue Umschlaganlage heute offiziell in Betrieb.

„In fast jeder Frechener Familie gibt es einen, der hier auf dem Wachtberg arbeitet oder gearbeitet hat“, erklärte Susanne Stupp, selbst Enkelin eines früheren Mitarbeiters der Brikettfabrik. Die Stadt sei stolz auf ihre lange Tradition in der Braunkohlen- und Steinzeug-industrie. Sie hoffe, dass „noch viele Generationen hier bei RWE Power Arbeit finden.“

„Wir investieren hier in den Standort jedes Jahr 20 Millionen Euro und beauftragen dafür eine Vielzahl von Unternehmen in der Region. Nicht immer sind die Ergebnisse so sichtbar wie hier der Lagerplatz und die dazugehörigen Umschlageinrichtungen“, erklärte RWE Power-Vorstand Lars Kulik. „Die Investition von über 3 Millionen Euro ist ein Baustein, mit dem wir unseren Standort Frechen fit für die Zukunft der Veredlung machen. Das hilft, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern.“

In der Fabrik Frechen veredelt RWE Power Rohbraunkohle aus dem Tagebau Hambach zu Braunkohlenstaub und Briketts. Sie werden überwiegend von Industriekunden zur Erzeugung von Trocknungs- und Heizdampf und von elektrischer Energie eingesetzt. Zu den Abnehmern zählen Brauereien und Zuckerfabriken, Zementwerke und Papierfabriken. Die Produkte aus rheinischer Braunkohle tragen so auch außerhalb des Rheinischen Reviers zu Standortsicherung und Wertschöpfung bei.

Briketts werden aber auch von Privatkunden geschätzt. Sie kaufen sie in Baumärkten oder Supermärkten, bei Raiffeisenorganisationen oder Brennstoffhändlern, nutzen sie in ihren Kamin- und Kachelöfen und bringen damit wohlige Wärme in ihre Wohnzimmer – natürlich nur in der kälteren Jahreshälfte. Deshalb ist dieser Teil des Brikett-Geschäfts jahreszeitlichen Nachfrageschwankungen ausgesetzt, was Zwischenlager erfordert. Die Veredlung von RWE Power beschäftigt an ihren drei Produktionsstandorten im Rhein-Erft-Kreis rund 1.500 Mitarbeiter, davon 700 in der Fabrik Frechen.