23
Mai
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

RWE Power investiert rund 80 Millionen Euro in die Revision des BoA-Block im Kraftwerk Niederaußem

Erstmalig seit Inbetriebnahme werden die Turbine und der Generator komplett zerlegt, revidiert und wieder zusammengebaut

Großeinsatz rund um die Uhr im BoA-Block in Niederaußem: Zusammen mit den Experten aus dem Kraftwerk wirken in Spitzenzeiten rund 1.000 Mitarbeiter von 80 Partnerfirmen an der etwa 60 Tage dauernden Revision des Kraftwerksblockes mit. Für die etwa 4.500 anstehenden Einzelarbeiten investiert RWE Power rund 80 Millionen Euro. „Eine so hohe Investition in wirtschaftlich schweren Zeiten zeigt, dass die Braunkohle langfristig ein wichtiger Partner der Erneuerbaren Energien ist, weil sie zur Versorgungssicherheit und somit zum Gelingen der Energiewende beiträgt“, betont RWE Power Vorstand Dr. Ulrich Hartmann.

Das Besondere bei dieser Revision: Erstmalig seit Inbetriebnahme des Blocks 2003 werden die Großkomponenten Turbine, der 14,5 Meter lange Generator und die Speisepumpenantriebsturbine komplett zerlegt, revidiert und wieder zusammengebaut. Alleine hierbei werden rund 1000 Tonnen Material bewegt. „Logistisch ist das eine absolute Herausforderung. Schließlich müssen die Arbeitsschritte im Vorfeld so geplant werden, dass die Abläufe reibungslos hintereinander passen“, erklärt Kraftwerksleiter Michael Wagner.

Um die hohe Flexibilität der Anlage weiter zu gewährleisten, werden bei Instandhaltungsmaßnahmen alle Stell- und Regelantriebe sowie über 600 Armaturen gewartet. Mit dem Ziel, die Verfügbarkeit des Blocks zu steigern, wird der so genannte Nassentschlacker komplett umgebaut und die Entaschungsanlage von pneumatischer Förderung auf vollmechanische Förderung umgestellt. Darüber hinaus werden die beiden Saugzuggebläse des Blocks – sie saugen die durch den Verbrennungsprozess entstehenden Rauchgase aus dem Kessel ab und führen sie den Rauchgasreinigungsanlagen zu – überarbeitet.

Besonderes Augenmerk bei der Revision legen Revisionsleiter Rainer Hübl und sein Team auf die Arbeitssicherheit: „Wir haben rund um die Uhr insgesamt sechs Sicherheitsbeobachter im Einsatz, die als kontinuierliche Ansprechpartner fungieren und in Dialogrunden mit den Partnerfirmen Arbeitssicherheitsaspekte der einzelnen Arbeitsschritte bewerten.“