Köln,
15
Februar
2018
|
15:29
Europe/Amsterdam

RWE Power reicht Hauptbetriebsplan 2018-2020 für den Tagebau Hambach ein

RWE Power hat die Antragsunterlagen zum Hauptbetriebsplan des Tagebaus Hambach für die Jahre 2018-2020 zur Zulassung bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Der Plan regelt zahlreiche Aspekte des Tagebaubetriebs, wie die Gewinnung, Verkippung und Wiedernutzbarmachung von Betriebsflächen. Der Hauptbetriebsplan 2018-2020 betrifft räumlich das gesamte Tagebaugebiet, auf dem bis Ende 2020 bergbauliche Aktivitäten stattfinden oder stattgefunden haben; er schließt also auch die bereits in Anspruch genommenen sowie teilweise schon rekultivierten Flächen mit ein.

RWE Power hat für den Hauptbetriebsplan nochmals die Flora-Fauna-Habitat-Relevanz (FFH) der Restflächen des Hambacher Forsts fachgutachtlich untersuchen lassen. Damit trägt das Unternehmen Sachfragen Rechnung, die das Oberverwaltungsgericht Münster Ende vergangenen Jahres in einem Eilverfahren formuliert hatte. Auf Basis dieses Gutachtens hält das Unternehmen an seiner Rechtsansicht fest, dass der Hambacher Forst bisher und auch aktuell nicht als FFH-Gebiet gemeldet und ausgewiesen werden musste bzw. muss.

Bislang arbeitet RWE Power auf der Grundlage einer Verlängerung des Hauptbetriebsplans 2015-2017. Auf dieser Basis finden keine Rodungsarbeiten im Hambacher Forst statt. Die Verlängerung gilt bis zum 31. März bzw. bis zur Zulassung des nun eingereichten Hauptbetriebsplans 2018-2020.

Der Tagebau Hambach förderte im vergangenen Jahr rund 39 Millionen Tonnen Braunkohle. Davon gingen 12 Millionen Tonnen in die Veredlung, 27 Millionen in die Stromerzeugung. Die Kohle aus dem Tagebau Hambach deckte 2017 erneut rund15 Prozent des Strombedarfs von NRW.