Essen,
15
Mai
2019
|
07:00
Europe/Amsterdam

RWE verzeichnet gutes erstes Quartal und bestätigt Prognose für das Geschäftsjahr 2019

  • Ergebnisanstieg gegenüber Vorjahr: Bereinigtes EBITDA für „RWE stand alone“ bei 510 Mio. €, bereinigtes Nettoergebnis bei 273 Mio. €
  • Dividendenausblick für 2019 unverändert: Anhebung
Dr. Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG
Wir sind mit dem Ergebnis für das erste Quartal zufrieden und bestätigen unsere Ziele für das laufende Jahr. Unsere Dividende wollen wir für 2019 auf 80 Cent erhöhen. Bei der Umsetzung unserer Transaktion mit E.ON liegen wir im Zeitplan. Auch die Vorbereitung der Integration des Erneuerbaren Geschäfts kommt gut voran: Die „neue RWE“ ist in Sicht.
Dr. Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG

RWE ist gut ins Geschäftsjahr 2019 gestartet. Für „RWE stand-alone“ wurde von Januar bis März ein bereinigtes EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 510 Mio. € erzielt. Im Vorjahreszeitraum waren es 299 Mio. €. Das bereinigte Nettoergebnis legte ebenfalls zu und erreichte 273 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 78 Mio. €). Das gute Abschneiden gegenüber dem Vorjahresquartal ist vorrangig durch eine starke Handelsperformance bedingt.

Auf dieser Basis bestätigt das Unternehmen seine Prognose: Für das Gesamtjahr 2019 erwartet RWE ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,2 und 1,5 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis zwischen 300 und 600 Mio. €. Angesichts des insgesamt positiven Geschäftsverlaufs und einer sich mittelfristig verbessernden Ergebnisperspektive bekräftigt das Unternehmen auch den Dividendenausblick. Die Dividende für 2019 soll von 0,70 € auf 0,80 € angehoben werden.

Transaktion mit E.ON kommt gut voran

Bei der Transaktion mit E.ON sind, ebenso wie bei der Vorbereitung der Integration des Erneuerbaren-Geschäfts unter dem Dach von RWE, weitere Fortschritte erzielt worden. So wurde inzwischen die zweite Leitungsebene der künftigen RWE Renewables festgelegt; die Benennung des Boards war bereits im Januar erfolgt.

Im April hat RWE in Vorbereitung auf die Übernahme des Erneuerbaren-Geschäfts von E.ON und innogy vorzeitig einen neuen Kreditvertrag über 5 Mrd. € abgeschlossen. Die Kreditlinie wurde von 27 internationalen Banken bereitgestellt. Ihre deutliche Überzeichnung ist ein Beleg für das Vertrauen in die Geschäftsstrategie von RWE. Nach Abschluss der Transaktion wird RWE zum zweitgrößten Offshore-Windpark-Betreiber weltweit und eine Marktposition unter den Top 5 Erzeugern im Bereich Erneuerbare Energien einnehmen.

Segment Braunkohle & Kernenergie: Operativ auf Vorjahresniveau

Im 1. Quartal 2019 erzielte das Segment Braunkohle & Kernenergie ein bereinigtes EBITDA von 188 Mio. €. Es lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 180 Mio. € – trotz einer verringerten Auslastung der Braunkohlenkraftwerke infolge des Rodungsstopps im Hambacher Forst. Das ist vorrangig auf höhere Großhandelspreise zurückzuführen. Für das Gesamtjahr geht RWE unverändert von einem bereinigten EBITDA zwischen 300 und 400 Mio. € aus.

Segment Europäische Stromerzeugung: Schwächer ins Jahr gestartet

Aufgrund einer geringeren Stromproduktion, eines schwächeren Ergebnisbeitrags aus der kommerziellen Optimierung und ausbleibender Zahlungen aus dem britischen Kapazitätsmarkt lag das bereinigte EBITDA im Segment Europäische Stromerzeugung bei lediglich 63 Mio. €. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 159 Mio. €. Für 2019 erwartet RWE für das Segment ein bereinigtes EBITDA am unteren Ende der prognostizierten EBITDA-Bandbreite von 250 bis 350 Mio. €.

Segment Energiehandel: Hervorragende Performance

Das Segment Energiehandel hat im 1. Quartal mit einem bereinigten EBITDA von 255 Mio. € hervorragend abgeschnitten; im Vorjahr war das Ergebnis leicht negativ. Da die Handelsergebnisse unterjährig starken Schwankungen unterliegen können, hält RWE an der Prognose für das Gesamtjahr 2019 fest, die ein bereinigtes EBITDA im Korridor von 100 bis 300 Mio. € vorsieht. Das Unternehmen sieht gute Chancen, im oberen Bereich des Prognosekorridors abzuschließen.

innogy: Dividendenzufluss erfolgt im 2. Quartal

Von der Noch-Finanzbeteiligung innogy SE hat RWE die Dividende im Mai erhalten. Details zur Ertragslage hat innogy anlässlich der Berichterstattung für die ersten drei Monate am 14. Mai veröffentlicht.

Nettoverschuldung entwickelt sich erwartungsgemäß

Die unmittelbar RWE zurechenbaren Nettoschulden lagen zum 30. März 2019 bei 4,7 Mrd. € und damit rund 2,4 Mrd. € höher als zum 31.Dezember 2018. Maßgeblich hierfür ist ein erwarteter Vorzieheffekt aus dem Vorjahr, der sich jetzt ausgleicht. Außerdem wirkten sich die Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 und die Rückzahlung einer Hybridanleihe über 750 Mio. £ aus.

 

Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen finden Sie hier:

  • -Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2019

  • -Eckdaten zum ersten Quartal 2019

  • -Rede zur Pressetelefonkonferenz

  • -Chartpräsentation zur Investoren- und Analysten-Telefonkonferenz

  • -Videointerview mit Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG


Hinweis zur RWE-Finanzberichterstattung

Die Darstellung der Finanzbeteiligung innogy als vollkonsolidierte Gesellschaft im Konzernabschluss ist Mitte 2018 entfallen. Das Segment heißt seitdem „Fortgeführte innogy Aktivitäten“. Es enthält die Teile des Unternehmens, die langfristig im RWE-Konzern verbleiben. Dies betrifft das Erneuerbaren-Geschäft, die Gasspeicher sowie die Beteiligung an der österreichischen Kelag. Die übrigen Teile von innogy, die auf E.ON übergehen, werden bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ klassifiziert. Nicht enthalten sind im aktuellen Konzernabschluss das Geschäft des Bereichs Erneuerbare Energien von E.ON als auch die Dividende, die RWE aus der künftigen Beteiligung an E.ON zufließen wird. Die Minderheitsanteile an den Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland, die RWE von E.ON übernehmen wird, sind ebenfalls nicht abgebildet.

Aufgrund der Transaktion mit E.ON hat RWE die Finanzberichterstattung für den Konzern gemäß der Internationalen Standards für Rechnungslegung (IFRS) zum Halbjahr 2018 angepasst. Die konsolidierten Kennzahlen für den RWE Konzern sind deshalb nur noch begrenzt aussagefähig. Der Fokus liegt auf den Kennzahlen von „RWE stand-alone“. Sie umfassen die Kerngeschäftsfelder Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung und Energiehandel zuzüglich der innogy-Dividende. Diese Kennzahlen nutzt das Unternehmen zur Steuerung des operativen Geschäfts und zur Festlegung der Dividende für seine Aktionäre.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemeldung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Managements wider und basieren auf Informationen, die dem Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen können aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der Gesellschaft haben. Weder die Gesellschaft noch ein mit ihr verbundenes Unternehmen übernimmt eine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

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RWE AG

Die RWE AG, Essen, ist mit ihren drei operativen Segmenten – Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle, Wasserkraft und Biomasse sowie Energiehandel – unverzichtbar für das Funktionieren des Energiesystems und für die Versorgungssicherheit in Europa. Ihr viertes Standbein ist die Mehrheitsbeteiligung an der innogy SE, einem der führenden europäischen Energieunternehmen. Im März 2018 hat RWE bekanntgegeben, dass sie diese Beteiligung im Rahmen eines Tauschgeschäfts an E.ON übergeben wird. Im Gegenzug erhält RWE die Bereiche Erneuerbare Energien von innogy und E.ON sowie weitere Vermögenswerte. Der Vollzug dieser Transaktion wird bis Ende 2019 erwartet. Danach wird RWE zu einem der führenden Anbieter bei den Erneuerbaren Energien aufsteigen und insgesamt mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.