Köln/Essen,
23
Juni
2019
|
14:59
Europe/Amsterdam

RWE Power AG

RWE will Kohlekompromiss umsetzen

  • Kein Verständnis für illegale Aktionen und Rechtsbruch

Zum Ende des Aktionswochenendes „Ende Gelände“ im Rheinischen Revier zieht RWE eine vorläufige Bilanz. Das Unternehmen fordert die Umsetzung der seit Ende Januar vorliegenden Empfehlungen der Strukturwandelkommission, deren fester Bestandteil ein Fahrplan zum Kohleausstieg ist. Damit kann den Unternehmen, ihren Beschäftigten und den Menschen in den Braunkohleregionen Planungssicherheit gegeben und ein Beitrag zur Befriedung der gesellschaftlichen Diskussion geleistet werden. Kein Verständnis hat der Konzern für das unverantwortliche und widerrechtliche Eindringen von 1.300 „Aktivisten“ in den Tagebau Garzweiler und die Gleisbesetzungen auf den Kohlezulieferstrecken. Zudem gab es mehrere Brandanschläge auf eine Pumpstation, Schaltschränke und Fahrzeuge. Laut Angaben der Polizei wurden im Rahmen der illegalen Aktionen auch Polizisten verletzt.

„Ein Plan für den Kohleausstieg liegt auf dem Tisch und es gibt keinen Grund, Menschen zu gefährden und illegale Aktionen durchzuführen“, sagt Frank Weigand, Vorstandsvorsitzender der RWE Power. „Wir respektieren selbstverständlich das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Proteste wie die von „Fridays for Future“. Aber es ist nicht akzeptabel unter dem Deckmantel des Klimaschutzes vorsätzlich Rechtsbrüche zu verüben. Das Blockieren von Gleisen und das Eindringen in den Tagebau waren gefährlich und widerrechtlich“, so Weigand weiter.

Trotz der enormen Beeinträchtigungen waren der Betrieb der Kraftwerke und die Stromproduktion zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Dessen ungeachtet ist dem Unternehmen ein wirtschaftlicher Schaden entstanden, der derzeit ermittelt wird.

RWE hat im Vorfeld umfangreich vor dem gefährlichen und widerrechtlichen Eindringen in Betriebsanlagen gewarnt und wird gegen alle Straftaten im Zusammenhang mit den erfolgten Besetzungen und Blockaden konsequent straf- und zivilrechtlich vorgehen.

RWE steht ohne Wenn und Aber zu den Klimaschutzzielen und hat sich für eine zügige1:1-Umsetzung der Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung ausgesprochen. Von 2012 bis 2018 hat das Unternehmen den CO2-Ausstoß um 60 Mio. Tonnen CO2 reduziert, das sind 34 Prozent. Noch in diesem Jahr wird RWE voraussichtlich die Transaktion mit E.ON abschließen und demzufolge zum drittgrößten Stromerzeuger aus Erneuerbaren Energien. Jedes Jahr wird RWE dann 1,5 Mrd. Euro netto in zusätzliche Erneuerbaren-Projekte investieren.