Köln,
17
Juli
2018
|
18:23
Europe/Amsterdam

Schwertransport mit 400-Tonnen-Generatorhülle erreicht bald Weisweiler

Strategisches Ersatzteil gewährleistet Versorgungssicherheit

Da rollt was an: Heute Nacht fährt ein 500-Tonnen-Schwertransport der RWE Power von Neu-Lohn ein Stück in Richtung Weisweiler. Dabei kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Der rund 115 Meter lange Transportzug steht zur Zeit auf der Höhe von Neu-Lohn. Eine Fahrbahn der Aldenhovener Straße ist gesperrt, der Verkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt und einspurig an dem Hindernis vorbeigeführt.

Nach einem Umbau des Tiefladers auf zweimal 26 Achsen wird der Transport heute Nacht eine frühere Werksbahnbrücke überqueren und dahinter stehenbleiben. Erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag geht es weiter. Bis dahin ist die Aldenhovener Straße nur einspurig befahrbar, wird der Verkehr mit der Baustellenampel geregelt. RWE Power bittet die Verkehrsteilnehmer um Geduld und Verständnis.

Nach einem Rückbau auf zweimal 14 Achsen wird der Tieflader in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit dem 400 Tonnen schweren Generatorteil (Stator) über die Aldenhovener Straße, die Straßen Zum Hagelkreuz und Am Kraftwerk sowie die L 241 (Landstraße Weisweiler-Lamersdorf) in Richtung Werksgelände rollen. Das Gelände des Kraftwerks Weisweiler wird er am Freitag voraussichtlich gegen 1 Uhr erreichen. Damit endet ein logistischer Kraftakt mit neun Etappen, der am 2. Juli in Voerde begann.

Der transportierte Stator gehört zum ersten von zwei Generatoren aus dem stillgelegten Kraftwerk Voerde, die im Rheinischen Braunkohlenrevier als strategische Reserveteile vorgesehen sind. Die Generatoren aus Voerde sind technisch kompatibel mit den Stromerzeugern in RWE-Braunkohlenkraftwerken. Um bei eventuellen Generatorschäden an den Kraftwerksstandorten Weisweiler und Neurath die Reparatur- und Stillstandzeiten zu minimieren, übernimmt RWE Power jetzt einen der Generatoren aus dem stillgelegten Kraftwerk in Voerde und lagert ihn im Kraftwerk Weisweiler ein. Die Neuanfertigung eines solchen Generators würde länger als ein Jahr dauern.

Dazu sagt Guido Schöddert, Leiter des RWE-Kraftwerks Weisweiler: „Damit sind wir gewappnet für mögliche Ausfälle. So können wir sehr schnell wieder Strom produzieren und zur Versorgungssicherheit beitragen.“

Der maximal 10 km/h schnelle Schwertransport wurde auf der Straße durchweg von Polizeifahrzeugen begleitet. Um Verkehrsbeeinträchtigungen und Belästigungen für Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren, rollte der Transport jeweils nur zwischen 22 und 5 Uhr.