31
Mai
2013
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00:00
Europe/Amsterdam

Sieben Jungvögel geschlüpft: Wanderfalken am Gersteinwerk haben Nachwuchs bekommen

Seit 21 Jahren brütet seltene Tierart auf dem Kraftwerksgelände in Werne

Die Wanderfalken am Gersteinwerk haben Nachwuchs bekommen: Am blauen Kamin vom Gaskraftwerk hat ein Vogelpaar drei Junge ausgebrütet. Im Nistkasten am Betonkamin vom Kohleblock wurden vier weitere Jungvögel entdeckt. Die vier Weibchen und drei Männchen sind etwa drei bis vier Wochen alt und alle gesund und munter.„Wir setzen uns aktiv für die Nachzucht der seltenen Tiere ein. Seit 1992 brüten regelmäßig Wanderfalken in den von uns eigens eingerichteten Nistkästen am Gersteinwerk“, so Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller.

Ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz haben jetzt den tierischen Nachwuchs beringt. Durch die Beringung können die Naturschützer die Spur der Tiere verfolgen und feststellen, wo sie sich nach dem Verlassen ihres Brutortes ansiedeln. In den ersten Juniwochen wird der Falken-Nachwuchs voraussichtlich das Nest verlassen und sich auf den ersten Ausflug aufmachen. Derzeit leben in Nordrhein-Westfalen etwa 170 Paare dieser Wanderfalkenart, zwei davon im Kraftwerk Gersteinwerk. An fast allen RWE Kraftwerks- und Tagebaustandorten brüten seit Jahren regelmäßig Wanderfalkenpaare.