02
Mai
2016
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00:00
Europe/Amsterdam

Spatenstich für Modellprojekt „Faktor X - Inden Seeviertel“ ist erfolgt

Heute schritten in Inden zum 1. Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt „Faktor X – Inden Seeviertel" Jörn Langefeld, Bürgermeister der Gemeinde, Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland, Boris Linden, stellvertretender Geschäftsführer der Innovationsregion Rheinisches Revier, Klaus Dosch, wissenschaftlicher Leiter der Aachener Stiftung Kathy Beys sowie Michael Hennemann, Leiter Liegenschaftsentwicklung bei RWE Power.

Das Baugebiet „Inden Seeviertel" gehört gemeinsam mit dem ressourceneffizienten Wohnquartier „Neue Höfe Dürwiß" in Eschweiler sowie einem ebenfalls im Indener Baugebiet geplanten Musterhaus für Ressourcenschutz zu einem Gesamtprojekt der Entwicklungsgesellschaft Indeland. Das Projekt wurde kürzlich im Rahmen eines Ideenwettbewerbs der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) unter 75 Projektideen mit weiteren neun Projektkandidaten zu offiziellen IRR-Modellprojekten gekürt. Diese Modellprojekte sollen im Jahr 2016 umgesetzt werden. Bereits vor einigen Monaten wurde das Baugebiet Inden Seeviertel als Projekt der KlimaExpo ausgezeichnet, die ab 2017 in NRW stattfindet.

Mit dem „Faktor X"-Baugebiet „Inden Seeviertel" wollen die Projektpartner gemeinsam zeigen, wie ein Wohnquartier ressourcenschonend errichtet und bewohnt werden kann. Von einer solchen Bauweise soll nicht nur die Umwelt profitieren. Die Raumaufteilung der zukunftssicheren Gebäude soll mit möglichst geringem Aufwand veränderbar sein und so eine flexible Bewohnbarkeit in jeder Lebenssituation bieten. Eine solche Bauweise soll die Gebäudewerte auf lange Zeit sicherstellen.

Ein wesentliches Ziel im Baugebiet „Inden Seeviertel" ist die Reduzierung des Verbrauchs von natürlichen Rohstoffen um einen Faktor 2, also auf die Hälfte des sonst beim Hausbau üblichen Verbrauchs. Hierbei wird die Gesamtenergiebilanz des Gebäudes von der Herstellung der Baustoffe über die Nutzungsdauer bis hin zu den Wiederverwendungs-möglichkeiten der Materialen nach Ende der Nutzung betrachtet. Des Weiteren soll die Einbindung des Gebäudes in ein architektonisches Gesamtkonzept erreicht werden. Bei der Grundstücksvergabe arbeiten die Gemeinde Inden als Erschließungsträgerin, die RWE Power als Grundstückseigentümerin und Kostenträgerin sowie die Aachener Stiftung Kathy Beys mit ihrem Experten für Ressourceneffizienz eng zusammen und bieten den Grundstücksinteressenten im Vorfeld des Grundstückskaufs und auch während der Vorplanung des Wohnhauses eine umfassende Beratung.

Auf dem rund 25.000 m² großen Areal werden nun 34 Baugrundstücke mit Entwässerungskanälen und Baustraßen erschlossen. Die Bauarbeiten für den Grundausbau sollen im Juli abgeschlossen sein. Bereits bei der Erschließung wird besonderes Augenmerk auf eine ressourceneffiziente Bauweise gelegt. So werden beispielsweise der Straßenunterbau mit Recyclingmaterial hergestellt. Später sollen Teile der Gehwege in unversiegelter Bauweise entstehen und gebrauchte Materialien zur Gestaltung der Wendeplätze zum Einsatz kommen.

„Dieses innovative Modellquartier erfährt von allen Seiten höchstes Interesse. Die Nachfrage nach Baugrundstücken nimmt stetig zu und in Kürze werden die ersten Bauherren mit der Errichtung ihres ressourceneffizienten Wohnhauses beginnen", freut sich Bürgermeister Langefeld.

„Die Entwicklung ressourceneffizienter Wohnquartiere bedeutet für uns eine konsequente Fortsetzung der bisherigen Innovationen in unserer Wohnbauflächenentwicklung. Die Faktor X-Quartiersentwicklungen im Indeland haben für uns überregionalen Leuchtturmcharakter", erklärt Michael Hennemann für die RWE Power AG.

Auch die Experten der Aachener Stiftung Kathy Beys, der Entwicklungsgesellschaft Indeland sowie der Innovationsregion Rheinisches Revier sprechen dem zur Zeit bundesweit einzigartigen Projekt eine Vorreiterrolle zu.