Köln/Hürth,
05
Juli
2018
|
12:54
Europe/Amsterdam

Stadtwerke Hürth und RWE Power vereinbaren gegenseitige Wasserbelieferung

Vertrag dient der Versorgungssicherheit in Hürth

Zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung von Hürth und des Chemieparks auf dem Knapsacker Hügel schließen die Stadtwerke und RWE Power heute einen Kooperationsvertrag. Die Partner werden sich zukünftig in ihrer Lieferverpflichtung gegenseitig intensiver unterstützen. Für die Bevölkerung bedeutet das eine höhere Versorgungssicherheit mit Wasser von hoher Güte und geschätzter Qualität. Den neuen Wasserliefervertrag unterzeichnen Dr. Dirk-Holger Ahrens-Salzsieder, Vorstand der Stadtwerke Hürth, Michael Eyll-Vetter, Spartenleiter der RWE-Tagebauentwicklung, und Martin Pöss, Leiter von Bohrbetrieb und Wasserversorgung des Unternehmens.

Bis das Wasser zwischen RWE und den Stadtwerken fließen kann, muss eine neue, 3 Millionen Euro teure Trinkwasserverbundleitung errichtet werden. Über eine Länge von 5,3 Kilometern und mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern wird sie das Wasserleitungsnetz der Ortsteile Berrenrath, Gleuel und Hermülheim verbinden. Um das Wasser vom niedrig gelegenen Hermülheim in das hoch gelegene Berrenrath zu fördern, wird an der Sudetenstraße eine unterirdische Pumpanlage gebaut. Ein zweites Schachtbauwerk ist an der Villenstraße erforderlich. Es ist eine Verbindung zwischen dem Stadtwerke- und dem RWE-Netz, damit sich die beiden Partner künftig gegenseitig mit Wasser beliefern können.

Die Bautätigkeiten sollen im August beginnen und werden voraussichtlich im Mai abgeschlossen sein. Die Rohrleitung wird unter anderem in einem Waldweg oberhalb des Otto-Maigler-Sees verlegt.

„Die Sicherstellung der Wasserversorgung hat für uns seit mittlerweile 120 Jahren höchste Priorität. Mit diesem Vertrag und dem Bau der zusätzlichen Transportleitung stellen wir das auch für die Zukunft sicher“, so Dr. Ahrens-Salzsieder.

„Wie wichtig eine gute Versorgung mit Trinkwasser ist, merken die meisten erst, wenn mal für ein paar Stunden das Wasser abgestellt werden muss. Meistens hat das mit Baumaßnahmen zu tun. Andere Ursachen für Störungen kennen wir nicht, und das liegt an dem hohen Grad an Versorgungssicherheit, für den alle Beteiligten arbeiten“, erklärte RWE-Vertreter Eyll-Vetter.

Die Stadtwerke Hürth versorgen das Stadtgebiet mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Efferen. Dagegen werden der Kraftwerksstandort sowie der Chemiepark in Hürth-Knapsack von RWE Power über das Wasserwerk Dirmerzheim in Erftstadt versorgt. Insgesamt werden im gesamten Stadtgebiet Hürth für Industrie, Gewerbe und Haushalte jährlich 16 Millionen Kubikmeter von RWE und 3,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser von den Stadtwerken benötigt.