21
Mai
2014
|
00:00
Europe/Amsterdam

Verkehrsminister Michael Groschek gibt die neue Trasse der Hambachbahn frei

Matthias Hartung: „ Neue Strecke hilft dabei, dass die Braunkohle weiter zuverlässig und sicher zur deutschen Stromversorgung beiträgt“

„voRWEgfahren mit heimischer Energie im Gepäck“ – unter diesem Motto wurde am 19. Mai die neue Trasse der Hambachbahn offiziell freigegeben. Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Regierungspräsident Gerd Bollermann hat der 1. Zug Fahrt aufgenommen. Über die unternehmenseigene Strecke transportiert RWE Power zukünftig Braunkohle aus dem Tagebau Hambach zu den Kraftwerken und Veredlungsbetrieben der RWE Power.

„Die neue Strecke sorgt dafür, dass die Braunkohle weiterhin zuverlässig und sicher zur deutschen Stromversorgung beiträgt“, hob Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Power, bei der Inbetriebnahmefeier vor rund 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hervor. „130 Millionen Euro sind in das Projekt geflossen, ein Gutteil davon an Unternehmen in der Region. Das zeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner im Revier sind“, so Hartung weiter. Die Besonderheit: Parallel erfolgte der Neubau eines Teilstücks der Autobahn A4, der ebenfalls aufgrund des fortschreitenden Tagebaus notwendig geworden war. Trotz der Komplexität der Vorhaben konnten Zeit- und Kostenplan eingehalten werden. Zehn Jahre betrug die Planungs- und Genehmigungsphase, sechs Jahre die Bauzeit.

„Nordrhein-Westfalen ist und bleibt in Deutschland das Bahnland Nr. 1. Der RWE-Eisenbahnbetrieb trägt dem Rechnung“, unterstrich der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Michael Groschek. Und weiter: „Nicht zuletzt wegen seiner hohen Transportleistung gehört der RWE-Eisenbahnbetrieb zu den größten privat betriebenen Eisenbahnen Deutschlands!“ Die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken erklärte: „15 Kilometer sind auf der Landkarte ein kleiner Abschnitt – für die Region, RWE und die ortsansässigen Unternehmen handelt es sich aber um eine wichtige Infrastrukturmaßnahme. Die Hambachbahn ist das Ergebnis eines anspruchsvollen Verfahrens, bei dem es gelungen ist, die unterschiedlichsten Belange aus den Bereichen Landschafts- und Naturschutz, Wirtschaft, Immissionsschutz und Tierschutz zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen.“

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann betonte: „Die jetzt fertiggestellte Hambachbahn ist aktuell ein entscheidender Baustein für einen effektiven Transport der gewonnenen Braunkohle zu den Weiterverarbeitungsbetrieben. Die Bezirksregierungen Arnsberg und Köln haben die hierfür erforderlichen Genehmigungsverfahren in Kooperation durchgeführt“; das Regierungspräsidium Arnsberg ist für die Bergaufsicht in Nordrhein-Westfalen verantwortlich.

Für die neue gut 15 Kilometer lange Eisenbahntrasse wurden rund 60 Kilometer Schienen auf 50.000 Schwellen verlegt, 25 neue Weichen eingebaut und 130.000 Tonnen Schotter verwendet. Dass die Strecke durchgehend bis zu 15 Meter tiefer gelegt wurde, reduziert das Lärmaufkommen signifikant. Sie ist zweigleisig, elektrifiziert sowie mit neuester Signal- und Stellwerkstechnik ausgestattet. Vorlaufend zu den Aushub- und Erdarbeiten wurden insgesamt 17 Kreuzungsbauwerke über die neue Bahnstrecke hergestellt. Durch diese Maßnahmen konnten alle vorhandenen Verkehrsverbindungen aufrechterhalten und Beeinträchtigungen der Anwohner reduziert werden. Auf der Böschung ist eine rund zwei Kilometer lange Photovoltaikanlage mit mehr als 8.500 Modulen errichtet worden. Matthias Hartung: „Das ist ein sichtbarer Beleg, wie in der Energiewende Braunkohle und Erneuerbare Energien miteinander harmonieren.“

Eine besondere Herausforderung im Projekt war der Umschluss der bestehenden Gleisanlage auf die neue Strecke „Die Versorgung unserer Kraftwerke und Veredlungsbetriebe ist während der Bauarbeiten nicht unterbrochen oder eingeschränkt worden – eine starke Leistung“, lobte Tagebauleiter Hans-Joachim Bertrams. Der Umbau erfolgte Gleis für Gleis, „unter dem rollenden Rad“. Die Hambachbahn verbindet den Tagebau Hambach mit der Nord-Süd-Bahn, die die Kraftwerke und Veredlungsbetriebe von RWE Power in der Region mit Braunkohle versorgt. „Die neue Strecke ist ein Signal, dass das Unternehmen auf heimische Braunkohle setzt. So werden Arbeitsplätze bei uns, aber auch bei Partnerfirmen nachhaltig gesichert“, freute sich Dieter Faust, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RWE Power.

Als unerträglich brandmarkten die Redner die jüngsten Attacken gegen Mitarbeiter von RWE Power im rheinischen Revier. Einen Zusammenschnitt dieser Äußerungen sowie ein kurzes Video zur Veranstaltung finden Sie im Intranet unter: https://corp.portal.rwe.com/web/cms/de/1722358/rwe-generation/aktuell/